Im Interview: Karin Tischer, Trendforscherin und Geschäftsführerin von food & more

Im Interview: Karin Tischer, Trendforscherin und Geschäftsführerin von food & more

Das Snack-Segment entwickelt sich rasant und auch für 2014 sind neue, frische Ideen für die Auslage und das Tagesgeschäft mit Snacks gefragt. Auch der Bedarf nach innovativen, leckeren und gesunden Alternativen zu Currywurst und Döner steigt stetig an.

Im Pink Cube auf der Internorga berichtet food & more über internationale Snacking-Themen und über innovative Bäckereikonzepte. Zu diesen Themen und Trends für 2014 sprach snackconnection mit Trendforscherin Karin Tischer von food & more.

Frau Tischer, was macht die Internorga in diesem Jahr so interessant?

Der Besuch der Internorga ist „freiwillige Pflicht“, denn es werden jedes Jahr trendige Neuheiten vorgestellt und man trifft viele Profis der Branche für einen effektiven Expertenaustausch. Ich bin z.B. auf die Start-up-Unternehmen in der Newcomers‘ Area, den größeren SKYWALK und die WEIN Welt gespannt!

Warum lohnt der Besuch des Pink Cube?

Neben spannenden Vorträgen werden Foto-Impressionen von ausgewählten internationalen und trendigen Gastro-Konzepten und -Produkten gezeigt.
Außerdem lädt der Pink Cube als Treffpunkt der Gastronomie- und Bäckerbranche zum kurzen Verweilen ein und regt zum gegenseitigen Austausch an.

Wen soll der Pink Cube ansprechen?

Alle Messebesucher, d.h. alle, die im Bereich Gastronomie, Bäckerei, Metzgerei und Hotellerie tätig sind.

Was können wir aus dem Ausland lernen?

Sehr viel, denn zum einen haben „viele Köpfe viele Ideen“, so kann man sich Impulse aus dem Ausland holen, zum anderen sind unsere Gäste von heute viel mehr rund um den Globus in Urlauben als auch beruflich unterwegs und möchten zu Hause diese Genüsse auch wieder erleben.

Welche Snack-Konzepte aus dem Ausland halten Sie für vielversprechend in Deutschland?

Das erfahren Sie in unserem Vortrag „Snacking around the world“ an unserem Messestand Pink Cube.

Essen wir bald „Insekten to go“?

Durch die weltweite Ressourcenknappheit wird in zahlreichen nationalen und internationalen Projekten zu proteinhaltigen Alternativen in Wurstprodukten & Co. geforscht und getestet, z.B. den Ersatz des Fleisches durch Insekten. Durch das kritische, ethnische Empfinden des deutschen Verbrauchers gegenüber Insekten in der Nahrung wird es noch dauern, bis der Deutsche Insekten als Snacks akzeptiert, aber die Zeiten werden sich ändern!

Welche Trends werden den deutschen Snack-Markt in den nächsten Jahren dominieren?

Zum Beispiel werden Pizzasnacks noch andere differenzierende Konzepte und Qualitäten erreichen, außerdem werden „healthy snacks“ zunehmen, ob vegan, vegetarisch oder mit mehr Frische-Aspekten.

Wie können Bäcker am besten von diesen Trends profitieren, ohne Ihre Tradition aufzugeben?

Das traditionelle Bäckerhandwerk wieder stärker in den Vordergrund zu stellen und mehr handwerkliche Kompetenz zu zeigen, ist einer der wichtigen Trends im Backwarenbereich. Bäcker und Konditor sollten diese Trends für sich nutzen und sie individuell auf deren Konzept abstimmen.

In welchen Bereichen Sehen Sie  den größten Nachholbedarf für Bäcker?

Die Bäcker benötigen mehr Marketingdenke und sollten neue Schlüsselprodukte entwickeln, die in guten Konzepten mit entsprechender Kommunikation stärker inszeniert werden. Außerdem besteht für die Bäcker eine große Chance darin, gastronomischer zu werden. Allerdings ist in diesen genannten Bereichen das Umfeld in Gastronomie und Bakery mit großen Systemern sehr professionell und mit viel Marketingverständnis aufgestellt. Der Bäcker muss im Marketing stärker werden, um mithalten zu können.

Was ist Ihr persönlicher Lieblings-Snack?

Für mich die leckerste Hefeteigschnecke der Welt: „Cinnabon“ des gleichnamigen Konzeptes aus USA.

Vielen Dank für das Gespräch.

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