Im Interview: Carsten Vesper, Head of Sales bei ELLER foodPackaging

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Im Interview: Carsten Vesper, Head of Sales bei ELLER foodPackaging

ELLER foodPackaging ist ein Verpackungshersteller von To Go Verpackungen, welcher durch Innovation und durchdachte Konzepte hervorsticht. Für unsere Leser konnten wir Carsten Vesper, Head of Sales, für ein Interview gewinnen.

1. Herr Vesper, ELLER verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung in der Druckbranche. Können Sie uns sagen, warum ELLER sich ursprünglich entschieden hat, zusätzlich in den To-Go-Markt einzusteigen?

Die Initialzündung liegt ein paar Jahre zurück und wurzelt auf den ersten Kontakten zu McDonalds. Damals gab es eine Ausschreibung für die Tablettsets bei der das Unternehmen ELLER seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen konnte. Der positive Ausgang und die dynamische Entwicklung des HORECA Marktes ließ den Funken überspringen. Die Entscheidung, aus der bestehenden Papierkompetenz spannende Lösungen für den To-Go Markt zu entwickeln, war daraufhin die logische Konsequenz.

2. ELLER food Packaging ist ein sehr innovativer Verpackungshersteller im To-Go-Geschäft. Worauf gründet sich Ihrer Meinung nach der Erfolg Ihres Unternehmens?

Wir schaffen Emotionen und sorgen dafür, dass der Kunde ein tolles Snack Erlebnis hat! Getreu dem Motto: “Die Verpackung ist der Ladenbau im Außerhausgeschäft“ orientieren wir uns an den Bedürfnissen unserer B2B Kunden und haben dabei den Konsumenten stark im Fokus. Unsere hohe Druckkompetenz und die außergewöhnliche Funktionalität wie z.B. der Selbstklebeverschluß oder unsere Abrißperforation geben den Produkten einen großen Mehrwert.

Unsere Verpackungslösungen entwickeln sich dadurch gleichwohl zu Marken- und Genussbotschaftern als auch zu praktischen Verzehrhilfen für den Endkunden. Wir haben darüber hinaus in Technologie investiert und sind in der Produktion mittlerweile BRC zertifiziert, wodurch wir im Bereich der Hygieneproduktion auf höchstem Niveau liefern können. Der Einsatz unseres biologisch abbaubaren „BIO Barrier light“ Papiers mit Frischhaltefunktion, die Verwendung lebensmittelechter Druckfarben und ein motiviertes Team mit Pioniergeist sind weitere Eckpfeiler unseres Erfolges.

3. Angebote müssen sich heute breit aufstellen, um einem immer anspruchsvolleren Markt gerechet zu werden. So geht der Trend bei der Verpackung ganz klar weg von der klassischen Bäckertüte zu individueller und maßgescheiderter Verpackung wie zum Beispiel dem Wrap Bag. Wohin geht die Reise Ihrer Meinung nach?

Sie haben es gerade auf den Punkt gebracht – die Verpackung muss dem immer anspruchsvolleren Snackmarkt gerecht werden! Hierzu müssen wir in erster Linie Produkte anbieten und entwickeln, die den Snack in seiner Eigenart unterstützt und dazu beiträgt, dass der Snack seine Qualität behält und gleichzeitig ein tolles Snackerlebnis bietet. Neben der hohen Funktionalität ist der Einsatz ressourcen-schonender Materialien sicher auch ein ernstzunehmendes Thema.

Wir stellen darüber hinaus auch einen Trend zur zentralen Produktion fest. Der Kunde möchte schnell bedient werden und verlangt hier nach guten Lösungen – verkaufen wir ihm also „Zeit“! Die Kunst wird sein, frische Snacks und den „homemade“ Charakter zu transportieren. Hier zeigt uns der Markt in UK, besonders in London, bereits seit Jahren wie man dieses Thema sehr gut transportieren kann, wie zum Beispiel „Pret a Manger“.

4. Welche Tipps geben Sie Unternehmen wie Bäckereien mit auf den Weg, die sich mit dem Thema Verpackung auseinandersetzen?

Einen Blick über den Tellerrand werfen ist sicher hilfreich und vielleicht mal eine Trendtour, zum Beispiel nach London unternehmen. In Punkto Verpackung können wir da gerne Unterstützung bieten. Persönlich würde ich mir wünschen, dass das Thema „Packaging“ mehr Aufmerksamkeit bekäme. Die Verpackung wird allzu oft als Kostenartikel bewertet und genießt nicht den Stellenwert, den sie verdient.

Packaging sollte auch ein Thema für die Geschäftsleitung sein, denn die Verpackung transportiert auch immer die Marke, das Image und die Qualität der Speisen. Grundsätzlich sollte die Verpackung schon früh in den gesamten konzeptionellen Entwicklungsprozess mit einbezogen werden. Hier gibt es viele individuelle Bedürfnisse, bei denen wir als Verpackungshersteller frühzeitig beraten können.

5. Können Sie uns erklären, warum es sich für Unternehmer lohnt, für den Einsatz bei Snacks im To-Go-Verzehr ein Vielfaches gegenüber einer Standardpapiertüte für ein maßgeschneidertes Produkte auszugeben?

Ganz klar: Weil die Kunden es dem Unternehmer mit hoher Loyalität zurückzahlen und zu „Wiederholungstätern“ werden. Kunden zu Fans machen, emotionalisieren und verführen – ist es nicht das, worum es geht? Die Verpackung ist eine wunderbare Möglichkeit, sich dem Kunden außerhalb des Ladenlokals zu präsentieren und dafür zu sorgen, dass er in einem sinnlichen Moment, nämlich dann, wenn er den Snack genießt, vom Unternehmer wertgeschätzt wird. Ganz nach dem Motto: „Lieber Kunde, du hasst gerade € 3,50 für einen Snack bei mir ausgegeben, jetzt helfe ich dir, diesen Snack kleckerfrei zu genießen – wo auch immer du gerade bist!“  Schliesslich geht es auch um liebevoll hergestellte Backwaren und Snacks.

6. Herr Vesper, Sie konnten kürzlich auf der lunch! in London ausstellen. Welche Eindrücke haben Sie von dort mitgenommen?

„Goldene Eindrücke“ – wir haben mit unserem Produkt „Wribbon“ erneut nach 2013 (WrapBag) den GOLD Award in der Innovation Zone gewonnen. UK, speziell London scheint ein gutes Pflaster für uns zu sein. Wir haben wieder viele Kunden und aufgeschlossene  Besucher an unserem Stand begrüßen dürfen. Speziell in UK haben wir jüngst tolle Neukunden gewonnen und spannende Projekte gemeinsam mit potentiellen Partnern auf den Weg gebracht. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie unsere Innovationen und Weiterentwicklungen von bereits erprobten Lösungen am Markt eine positive Resonanz bekommen. Im nächsten Jahr sind wir sicher wieder bei der Lunch! Messe dabei.

7. Und zum Schluss etwas Persönliches: Welcher Snack ist so ganz nach Ihrem Geschmack?

Ein klassisches Club Sandwich, mit gutem Fleisch (am besten von den Herrmannsdorfer Landwerkstätten), Salat, wenig Soße, Tomate, Avocado, Ei – bin ich dabei!Facebookmail