Snack Trends 2019 – Das sagen Experten

Die Zahl der Pendler steigt, und lange Arbeitswege werden immer mehr zur Regel. Zudem sind in immer mehr Haushalten beide Partner berufstätig. Da bleibt immer weniger Zeit für die Zubereitung von Mahlzeiten zu Hause. Außerdem wächst in Deutschland der Anteil an Single-Haushalten, die selten alleine für sich kochen. So kommt es, dass mehr als zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einmal in der Woche einen Snack kaufen.

Was kommt und bleibt bei den Snacktrends 2019? snackconnection hat bei einigen der Branchenexperten nachgefragt, die es wissen müssen: Andrew Fordyce (Food Trend Scout und Inhaber der Food Trend Tours), Annette Mützel (Inhaberin und Geschäftsführerin von Foodservice Solutions), Sunbul Dubuni (Director Customer Insights bei der LSG Group) und Volker Köhnen (Geschäftsführer von FoodProfessionals).

Ethno Food ist angesagt

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Während die Welt an vielen Stellen noch zusammenwachsen muss, dominiert bei den Snacktrends schon lange das globalisierte Dorf. “Die Levante Küche bleibt und setzt sich weiterhin durch”, ist Annette Mützel überzeugt. Weiterhin großes Potenzial sieht auch Andrew Fordyce in Pitataschen, die nicht nur mit Falafel gefüllt sein müssen. Viel ethnisch inspirierte Mahlzeiten sind der Tipp von Sunbul Dubuni. Sie sieht einen weiteren Schwerpunkt bei den Snacktrends im Crossover, der viele kulinarische Einflüsse aus aller Welt miteinander vermischt.

Die Zukunft gehört pflanzenbasierten Lebensmitteln

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Alle Experten stimmen darin überein, dass in Zukunft pflanzenbasierte Lebensmittel eine immer wichtigere Rolle spielen. Vegetarische und vegane Angebote wachsen weiter. Neu dabei ist die vegane Gourmetvariante, meint Fordyce. Inhaltsstoffe, Transparenz und fairer Handel sind weitere Schlagworte, die in diesem Kontext genannt werden. Die Erkenntnis, dass es nicht immer Fleisch sein muss, setzt sich langsam bei denen durch, die Low Carb und andere Formen der kohlenhydratreduzierten Ernährung leben, meint Volker Köhnen.

Weniger ist mehr

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“Bei der Vielfalt von Ernährungsformen und -präferenzen, bei vorhandenen und vermuteten Intoleranzen sollte ein erfolgreicher Snack nicht versuchen viele Bedürfnisse zu bedienen, sondern nur genau eines”, sagt Köhnen. Diese Ansicht teilt auch Fordyce, “Es wird wieder Anbieter geben, die alle Trends aufgreifen, um “Everybody’s Darling” zu sein. Das geht seiner Ansicht nach aber in der schief, weil durch das “Vielangebot” die Qualität leidet. Lieber also nur einen Trend aufgreifen, der zum bereits bestehenden Konzept passt.

Attraktiv, funktionell, umweltbewusst

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Das Bewusstsein für Gesundheit und Umwelt nimmt zu. Die Mehrheit möchte gesund und ökologisch leben. Daher finden umweltfreundliche Verpackungen großen Zuspruch. Zugleich legen Konsumenten steigenden Wert darauf, zu wissen, was in ihrem Snack enthalten ist. Ein guter Snack muss sich laut Sunbul Dubuni zwei Fragen stellen lassen: Passt er zu der Situation, in der er angeboten wird? Verträgt er sich mit dem Lifestyle des Konsumenten? Das sieht Annette Mützel ähnlich. “Attraktiv, funktionell und umweltbewusst verpackt, frisch und gesund“ umreißt sie die Faktoren für erfolgreiche Snacks in 2019.

Nachhaltig Verpackungen bestimmen die Snacktrends

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Ansprechende Verpackung und appetitliches Anrichten sind in. Kurz gesagt, verkauft sich alles besser, was entsprechend gut verpackt ist. Dabei ist weniger mehr. “Der Wunsch in einer besseren Welt zu leben, setzt ein gewaltiges Potenzial bei den Verpackungen frei”, meint Volker Köhnen. Auch Annette Mützel ist davon überzeugt, dass sich Nachhaltigkeit auf die Verpackungen erstrecken wird. “Es geht um Abfallvermeidung, Verzicht auf Plastik und darum, dass nachhaltige Verpackungen ein Muss für jedes Unternehmen werden”, sagt sie. Sunbul Dubuni geht noch einen Schritt weiter: “Das betrifft nicht nur die Reduzierung von Verpackungsmüll, sondern auch von Essensresten.”

Frühstück mit Potenzial

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Die Tendenz geht weg von festen Essenszeiten. Dreimal pro Tag ist passé, gesnackt wird rund um die Uhr. Auf der Suche nach Wachstumspotenzialen für Verpflegungsangebote im Tagesverlauf sind sich die Experten einig. Neben dem Wunsch nach rund um die Uhr verfügbaren Snacks kristallisiert sich das Frühstück als neuer, wichtiger Pfeiler in der Snackbranche heraus. Jedoch nicht im klassischen Sinne, sondern mit einem erweiterten Zeitrahmen. “Mit dem entstrukturierten Alltag verschwinden auch die klassischen Mahlzeiten. Am meisten profitieren könnten davon alle Gastronomie-Typen, die abseits von Brot und Brotsnacks das Frühstück bedienen”, so Köhnen.

 

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