Das OMR Festival 2025 setzte eine neue Benchmark für die Organisation von Food-Konzepten auf Großveranstaltungen. Erstmals wurde ein verpflichtendes, digital gesteuertes Mehrwegsystem für alle Anbieter umgesetzt – ohne Ausnahmen. In Kooperation mit Vytal entstand ein Modell, das weit über die Eventgastronomie hinaus Bedeutung hat und zunehmend auch für klassische To-go-Konzepte, Bäckereien und urbane Gastronomie relevant wird.
Skalierbares Mehrweg-System im Live-Betrieb

Die Dimension des Systems zeigt, wie weit Mehrweg heute bereits gedacht werden kann. Über 314.000 Mehrwegbecher sowie rund 200.000 Geschirr- und Besteckteile wurden parallel eingesetzt. Mehr als 70 Food-Konzepte arbeiteten gleichzeitig im System und versorgten über 70.000 Besucher. Entscheidend aus betrieblicher Sicht ist weniger die Größe als die Übertragbarkeit.

Das System funktionierte unter realen Hochlastbedingungen und damit in einem Umfeld, das typischen Stoßzeiten im Tagesgeschäft vieler Betriebe entspricht. Mehrweg wird damit nicht nur als nachhaltige Lösung sichtbar, sondern als operativ belastbares Modell.
Mehrweg als Zugangsvoraussetzung für Food-Anbieter

Ein wesentlicher Hebel lag in der Konsequenz der Umsetzung. Die Teilnahme am Mehrwegsystem war Voraussetzung für die Zulassung als Food-Anbieter. Betriebe ohne entsprechende Lösung wurden nicht berücksichtigt. Diese Entscheidung zeigt, wie sich Rahmenbedingungen verändern. Nachhaltigkeit entwickelt sich von einer optionalen Zusatzleistung zu einer festen Anforderung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Veranstalter, Plattformen und Betreiber definieren zunehmend Standards, die direkten Einfluss auf Marktzugang und Umsatzpotenziale haben.
99% Rücklaufquote durch Systemintegration

Die operative Leistungsfähigkeit zeigt sich besonders in der Rückgabequote von rund 99 Prozent. Bei einem Pfand von 5 Euro pro Becher wurde ein nahezu geschlossener Kreislauf erreicht. Möglich wurde dies auch durch die vollständige Integration in bestehende Zahlungsprozesse, eine Kombination aus festen und mobilen Rückgabestationen sowie automatisierte Abrechnungsprozesse im Hintergrund. Der entscheidende Erfolgsfaktor liegt damit wohl insbesondere in der durchdachten Systemarchitektur.
Vielseitiges Food-Angebot von Burger bis Bowl
Die Die Erwartungen der Gäste an das kulinarische Angebot sind nach Angaben von OMR hoch und werden kontinuierlich evaluiert. Über 70 Food-Stände und Trucks deckten ein breites Spektrum von klassischen Streetfood-Konzepten bis hin zu modernen Bowl- und Health-Angeboten ab. Wasser wurde auf der OMR kostenlos über BRITA-Spender angeboten.
Eigene Bühne für Food- und Gastro-Themen

Mit der Food Stage gab es auf der OMR auch eine eigene Bühne für gastronomische Themen, um der Branche die nötige Aufmerksamkeit zu liefern. Mit dabei unter anderem Branchenvertreter wie Kemal Üres, der für die Senkung der Mehrwertsteuer auf 7% in der Gastronomie warb.
OMR als Vorbild für Großveranstaltungen

Das Modell des OMR Festivals 2025 zeigt, dass Mehrweg nicht mehr als Differenzierungsmerkmal funktioniert, sondern als infrastrukturelle Grundlage. Die Integration digitaler Systeme wird zur Voraussetzung, um Prozesse effizient und wirtschaftlich abzubilden. Die konsequente Umsetzung von Mehrweg sollte für andere Veranstalter ein Vorbild sein. Die nächste OMR findet am 5./6. Mai 2026 wieder in Hamburg statt.







