Die aktuelle Studie „Global Eating at Work 2025“ der Compass Group zeigt deutlich: Die klassische Mittagspause verliert an Bedeutung, während Snacks im Arbeitsalltag immer wichtiger werden. Für Anbieter von kleinen Mahlzeiten und To-go-Angeboten eröffnet dieser Wandel neue Chancen.
Snack statt Mittagspause

Die Arbeitswelt verändert sich – und damit auch das Essverhalten während des Arbeitstags. Während 2023 noch 70% der Beschäftigten regelmäßig eine Hauptmahlzeit während der Arbeit einnahmen, sind es laut aktueller Studie nur noch 57%. Gleichzeitig werden die Pausen kürzer: Jeder fünfte Beschäftigte nimmt sich maximal 15 Minuten Zeit für eine Pause. Die klassische lange Mittagspause wird seltener. Stattdessen gewinnen schnell verfügbare Snacks und kleine Mahlzeiten deutlich an Bedeutung.
Snackification prägt den Arbeitsalltag

Der Wandel zeigt sich besonders beim Snackverhalten: Rund 80% der Beschäftigten greifen während des Arbeitstags zu Snacks. In der Generation Z konsumieren sogar 38% täglich drei oder mehr Zwischenmahlzeiten. Die Folge: Essen verteilt sich zunehmend über den gesamten Tag. Kleine, flexible Angebote ersetzen die klassische Mahlzeit – ein klarer Trend, der Snackanbieter und To-go-Konzepte direkt betrifft.
Weniger Kantinen – mehr Potenzial für To-go

Nur etwa 24% der Beschäftigten in Deutschland haben Zugang zu einer Kantine oder einem Betriebsrestaurant. Gleichzeitig sagen 67%, dass ein Verpflegungsangebot am Arbeitsplatz ihre Zufriedenheit steigern würde. Hier entsteht ein großes Potenzial für externe Anbieter. Bäckereien, Snackbars, Foodtrucks oder To-go-Konzepte können diese Versorgungslücke rund um Bürostandorte, Gewerbegebiete oder Bahnhöfe füllen.
Snacks müssen heute gesund und funktional sein

Trotz Zeitdruck wächst das Ernährungsbewusstsein. Rund 73% der Beschäftigten geben an, ihre Ernährung aktiv gesünder gestalten zu wollen. Pflanzliche und funktionale Lebensmittel gewinnen deshalb stark an Bedeutung. Gefragt sind schnelle Lösungen, die trotzdem als „besser für mich“ wahrgenommen werden – etwa Bowls, belegte Vollkornprodukte, proteinreiche Snacks oder pflanzliche Alternativen.
Digitale Bestellungen beschleunigen den Snackverkauf

Zeit ist im Arbeitsalltag knapp – entsprechend wichtig werden digitale Bestellmöglichkeiten. Fast die Hälfte der Beschäftigten nutzt bereits digitale Vorbestellungen, um Wartezeiten zu vermeiden. Vorbestellungen per App, Click-&-Collect oder Grab-and-Go-Konzepte passen perfekt zum Snacktrend.






