Wer heute zum Lieblings-Lebensmittel greift, entscheidet nicht nur nach dem Geschmack. Gesundheit wird für immer mehr Konsumenten zu einem zentralen Kaufkriterium. Das zeigt die aktuelle „Voice of the Consumer“-Studie von PwC, für die weltweit über 21.000 Menschen in 28 Ländern befragt wurden.
Jeder Dritte wechselt die Marke der Gesundheit zuliebe

Viele Menschen achten beim Einkaufen inzwischen ganz bewusst auf ihre Gesundheit. Für jeden Dritten (33%) ist das sogar der wichtigste Grund, um von einer bekannten Lebensmittelmarke zu einer anderen zu wechseln – noch vor dem Preis oder dem Geschmack. Besonders gefragt sind Produkte, die gesundheitliche Vorteile bieten, weniger Kalorien haben und klar gekennzeichnet sind. Fast zwei Drittel sorgen sich bereits um stark verarbeitete Lebensmittel (62%) und den Einsatz von Pestiziden (62%). Besonders hoch sind die Erwartungen an die Hersteller: 51% sehen Produzenten in der Verantwortung, gesunde Ernährung zu fördern, gefolgt von Behörden (47%) und dem Handel (37%).
Wie smarte Helfer unser Essverhalten verändern

Schon heute setzen viele auf digitale Unterstützung für ihre Gesundheit: 70% nutzen Apps oder smarte Geräte wie Fitnessarmbänder oder Smartwatches. Eine besonders aktive Gruppe von rund 9% der Befragten berichtet sogar von deutlichen Veränderungen ihres Lebensstils durch den Einsatz solcher Technologien. Auch fast jeder Zweite kann sich vorstellen, KI zu nutzen, zum Beispiel für Einkaufsplanung oder gesündere Ernährungstipps. „Wer heute über Lebensmittel spricht, spricht auch über Daten, Empfehlungen, Personalisierung – und über Vertrauen. Die Bereitschaft, neue Technologien zu integrieren, ist da. Jetzt braucht es Angebote, die einfach, relevant und gesundheitsorientiert sind“, meint Nicole Prieller, Geschäftsführerin Digital and Customer Transformation bei PwC Österreich.
Zwischen Haltung und Handlung entscheidet oft der Preis

Über die Hälfte der Befragten (51%) wechselt die Lebensmittelmarke vor allem dann, wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis besser ist. Ausschlaggebend dafür sind vor allem wirtschaftliche Herausforderungen: Mehr als jeder zweite Konsument gibt an, gerade noch auszukommen oder Schwierigkeiten bei der Bezahlung ihrer Haushaltsrechnungen zu haben. Dementsprechend versuchen viele zu sparen, indem sie häufiger Reste verwerten (49%) oder gezielt auf Angebote achten (48%). Zwei Drittel kaufen laut eigenen Angaben nur noch das, was sie wirklich brauchen – nicht nur aus Kostengründen, sondern auch, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Das Bewusstsein für Klimaschutz wächst: Über 80% sorgen sich um die Folgen des Klimawandels, knapp jeder Vierte (24%) denkt sogar täglich darüber nach. Aber beim Griff ins Regal bleibt oft das Geld das stärkere Argument. Nur 44% wären bereit, für klimaschonendere Produkte mehr zu zahlen.
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