Gesundheit, Ernährung und Körperbewusstsein sind Themen, die alle Generationen beschäftigen – allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie stark sich die Einstellungen zum Thema „gesundes Essen“ und die Ernährungsgewohnheiten je nach Altersgruppe unterscheiden.
Informationsquellen: Social Media vs. Experten

Die Frage, was eigentlich gesund ist, wird von Generation zu Generation unterschiedlich beantwortet – nicht zuletzt wegen der Quellen, aus denen Informationen stammen. Für die Gen Z (18–29 Jahre) ist Social Media die wichtigste Anlaufstelle (69,5%), während die Babyboomer (60–74 Jahre) vor allem auf Experten vertrauen (74,8%).
Auswahlkriterien für Lebensmittel

Geschmack ist über alle Altersgruppen hinweg der wichtigste Grund bei der Auswahl von Lebensmitteln (78,6%). Für Gen Z spielt zusätzlich der Preis eine große Rolle (65,6%). Deutliche Unterschiede zeigen sich beim Alkoholkonsum: Während 41,6% der Boomer und 50,7% der Gen X ihren Konsum nicht einschränken, liegt der Wert bei Gen Z nur bei 32,8%. Generationsübergreifend zählen zuckerfreie, ballaststoffreiche und fettarme Lebensmittel zu den Top-Antworten, wenn es um „gesundes Essen“ geht. Besonders die jüngeren Generationen stufen zudem eiweißreiche Kost als förderlich ein. Interessant ist, dass Nährwerte insgesamt eine eher untergeordnete Rolle spielen: Nur 38,6% gaben an, niedrige Nährwerte als Kriterium für „ungesund“ zu sehen.
Ernährungsweisen: mehr veggie & vegan bei Jüngeren

Die Mehrheit der Befragten ernährt sich omnivor, gefolgt von flexitarisch (20,2%) und vegetarisch (6,1%). Nur 2,3% gaben an, vegan zu leben. Auffällig ist, dass Gen Z den höchsten Anteil an Vegetariern (9,3%) und Veganern (5%) stellt. Auch laktosefreie Ernährung ist hier verbreiteter (5,4%) als bei älteren Generationen.
Supplemente und Sport

Nahrungsergänzungsmittel haben in allen Altersgruppen einen festen Platz. Durchschnittlich nehmen die Befragten 3,3 Produkte täglich ein, darunter Omega-3, Magnesium, Vitamin C, D und B. Gen Z liegt mit 3,6 leicht über dem Schnitt und greift häufiger zu Proteinshakes, vor allem mit dem Ziel Muskelaufbau. Auch beim Sport zeigen sich Unterschiede: Während alle Generationen Gesundheit und Kraft als Hauptmotivation nennen, betont Gen Z stärker ästhetische Ziele. Krafttraining ist bei Jüngeren besonders beliebt, während Ältere häufiger Fitnesskurse besuchen – oft auch als soziales Ereignis.
Körperbilder und Diätkultur

Ein großer Teil der Befragten fühlt sich durch Diätkultur geprägt (53,7%). Frauen sind hier etwas stärker betroffen als Männer. Besonders die Gen Z berichtet von frühem Druck in Bezug auf das eigene Aussehen: Über 40% gaben an, bereits im Jugendalter (12–16 Jahre) negative Erfahrungen mit Körperbildern gemacht zu haben. Während Jüngere stärker durch Social Media und das soziale Umfeld beeinflusst werden, geben ältere Generationen an, sich weniger von äußeren Faktoren unter Druck setzen zu lassen.
Snackgastronomie für Generationen

Die Studie zeigt deutlich: Ernährungsgewohnheiten und Vorstellungen von Gesundheit unterscheiden sich stark zwischen den Generationen. Für die Snackgastronomie bedeutet das, Angebote auf die Zielgruppe zuschneiden: Ältere Generationen legen Wert auf bewährte Klassiker, Qualität und fachliche Empfehlungen. Gen Z spricht man mit proteinreichen, vegetarischen oder veganen Optionen sowie trendigen Hybrid- oder Social-Media-tauglichen Produkten an. Ein breit aufgestelltes Sortiment – von ballaststoffreichen Snacks über eiweißreiche To-Go-Produkte bis zu traditionellen Klassikern – ermöglicht es, die unterschiedlichen Bedürfnisse erfolgreich abzudecken.





