Der aktuelle Restaurant and Food Trends Report 2026 von Baum+Whiteman zeigt, wie sich Esskultur, Geschmack und Gastronomiekonzepte in den USA weiterentwickeln. Geprägt wird der Markt von globalen Einflüssen, technologischem Fortschritt und einem veränderten Verhältnis der Konsumenten zu Genuss, Gesundheit und Erlebnis.
Globale Küchen jenseits von Mainstream-Ethnofood

In den USA entwickelt sich internationale Küche deutlich weiter: Weg von vereinfachten „Ethno“-Gerichten hin zu authentischeren, regional geprägten Ausprägungen. Besonders indische Küche wird komplexer, differenzierter und hochwertiger interpretiert – mit Fokus auf regionale Gewürzprofile, pflanzliche Gerichte und traditionelle Kochtechniken. Parallel gewinnen karibische Aromen an Sichtbarkeit, etwa Guave, Jerk-Gewürze oder Roti, die zunehmend in modernen Restaurantformaten auftauchen.
Ethnische Neuinterpretation klassischer Steak- und Grillküche

Steakhäuser und Grillrestaurants in den USA verbinden klassische Fleischgerichte mit internationalen Einflüssen. Koreanische, mexikanische oder japanische Marinaden, Gewürze und Beilagen ergänzen traditionelle Cuts. Diese „Ethnic Steakhouse“-Bewegung steht für eine Weiterentwicklung klassischer US-Food-Identität durch globale Geschmackswelten.
Künstliche Intelligenz als Kreativwerkzeug

KI hält zunehmend Einzug in die Produkt- und Menüentwicklung. Laut Report wird sie genutzt, um neue Geschmackskombinationen, Texturen und sensorische Erlebnisse zu entwickeln. Ziel ist es, multisensorische Food-Erlebnisse zu schaffen, die überraschen und emotional binden. Der Trend zeigt, dass Technologie nicht nur Effizienz steigert, sondern auch als Inspirationsquelle für neue kulinarische Ideen dient.
Aufstrebende Zutaten und Aromen

Der US-Markt zeigt eine starke Offenheit für neue oder wiederentdeckte Zutaten. Cardamom gewinnt als vielseitiges Gewürz an Bedeutung, fermentierte Honigvarianten tauchen verstärkt in Getränken und Desserts auf. Gleichzeitig erleben klassische US-Chinese-Gerichte wie Crab Rangoon ein Revival – allerdings modernisiert und hochwertiger interpretiert.
Pilze als kulinarische und funktionale Zutat

Pilze werden im Report als einer der wichtigsten Zukunftstrends beschrieben. Neben bekannten Sorten rücken auch funktionale Pilze wie Lion’s Mane oder Cordyceps in den Fokus. Sie werden nicht nur geschmacklich, sondern auch wegen ihrer gesundheitlichen Zuschreibungen geschätzt und finden vermehrt Einsatz in Hauptgerichten, Getränken und funktionalen Lebensmitteln.
Tropische Früchte und süß-salzige Geschmackskombinationen

Tropische Zutaten wie Guave, Yuzu oder Passionsfrucht prägen zunehmend Speisekarten in den USA. Besonders gefragt sind Kombinationen aus süß, sauer und salzig, die klassische Geschmacksgrenzen aufbrechen. Diese Crossovers finden sich sowohl in Getränken als auch in Desserts und herzhaften Anwendungen.
Neue Ernährungsrealitäten prägen Portions- und Nährstoffdenken

Der Report beschreibt einen Wandel im Ernährungsverhalten: Viele US-Konsumenten fokussieren sich stärker auf Protein, Ballaststoffe und funktionalen Nutzen von Lebensmitteln. Gleichzeitig verändern Medikamente, Lifestyle-Anpassungen und Gesundheitsziele das Verhältnis zu Portionsgrößen. Die Folge sind kleinere, nährstoffdichte Mahlzeiten und Snacks, die weniger Volumen, aber mehr Funktion bieten.
Snacktrends 2026

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