Mehrweg To Go Verpackungen

Gastro Verpackung

Durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie werden mehr Speisen geliefert oder als Take Away mitgenommen, statt vor Ort konsumiert. Meistens werden Einwegverpackungen eingesetzt, um die Speisen zu verpacken, die dann im Müll landen. Es gibt jedoch immer mehr Anbieter, die auch Mehrwegbehälter für den Lieferdienst oder das Take Away Geschäft anbieten. Auch das Befüllen von Mehrwegbehältern ist trotz Corona möglich, wenn bestimmte Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Wir zeigen was man beachten muss und welche Pfandsysteme es gibt.

Müllvermeidung – flexibel und kundenorientiert

Mehrweg Tupper Verpackung Smoothie unteregs Frau grün
© Fotolia, rh2010

Verschiedene Mehrweg-Systeme eignen sich dafür, dem wachsenden Bewusstsein in Sachen Müllvermeidung gerecht zu werden. Eigene Behälter von Zuhause mitzubringen ist für einige Kunden bereits ein bewährtes Verhalten. Beim schnellen Snack zwischendurch, der spontanen Mitnahme von kleinen Gerichten, um am Arbeitsplatz oder nach Feierabend wenig Mühe mit der Zubereitung von Speisen zu haben, ist jedoch der eigene Mehrwegbehälter nicht immer zur Hand. Deshalb kommt es auch darauf an, das umweltfreundliche Mehrweg-Geschirr und den Kaffeebecher To Go als Alternative für den Verbraucher parat zu haben.

Mitnahme im eigenen Behälter

Mehrweg Verpackungen Essen To Go | snackconnection
© shutterstock

Sie werden täglich mehr, die Gastronomen, die ihre Speisen auch in mitgebrachte Mehrwegbehälter füllen. Das Hindernis, das kundeneigene Mehrweg-Geschirr zu befüllen und gleichzeitig die strengen Hygienevorschriften im Lebensmittelverkauf zu beachten, wird vielfach dadurch überwunden, dass die Behälter auf ein Tablett gestellt und so über die Theke gereicht werden. Um Servicekräften in Restaurants und Supermärkten Hinweise für den hygienischen Umgang mit Mehrwegbehältnissen auch während der Corona Pandemie zu geben, hat der Lebensmittelverband Deutschland ein Merkblatt und ein Video veröffentlicht.

Neue Gesetzgebung – Mehrweg ab 2023 Pflicht

Zudem hat das Bundeskabinett am 20. Januar 2021 dem Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu einer Änderung des Verpackungsgesetzes zugestimmt: Die Gastronomie, die Waren zum Mitnehmen verkauft, ist demnach ab dem Jahr 2023 dazu verpflichtet, ihrer Kundschaft wiederverwendbare Becher oder Behälter als Alternative zu den Einwegverpackungen anzubieten. Eine Ausnahme gilt dabei für Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis 80 Quadratmetern und maximal fünf Mitarbeitern.

Pfandsysteme für Mehrweg-Geschirr

Befülltes Mehrweggefässe
© LIFE e.V.

Für Pfandsysteme fehlt jedoch teilweise noch der Anreiz, da der Pfandbecher oft nur im Ausgabegeschäft zurückgegeben werden kann. Wer beim Kauf seiner unverpackten Speisen möglichst flexibel bleiben möchte, wird deshalb ein Pfandsystem eher dann annehmen, wenn es in unterschiedlichen Geschäften eingesetzt werden kann. Es gibt immer mehr Unternehmen, die ein übergreifendes Pfandsystem für Mehrwegbehälter sowohl für Essen als auch für Getränke zur Verfügung stellen, bei dem der Pfandbehälter in allen Partnerbetrieben wieder abgegeben werden kann. Die Initiative „Essen im Mehrweg. Wir machen mit!“ unterstützt Gastronomen in Bremen und Berlin bei der Einführung von Mehrwegsystemen, gibt nützliche Tipps und hat eine Informative Studie über Mehrweg veröffentlicht.

 

Mehrweg-Ratgeber für Gastronomen

Ratgeber Mehrweg
© Öko-Institut

Der Ratgeber für Gastronomiebetriebe des Ökoinstituts informiert über umweltfreundliche Pfand- und Poolsysteme als Mehrweg-Optionen sowie ihre Anbieter, den hygienisch sicheren Umgang mit den Verpackungen ebenso wie über Finanzierungsmöglichkeiten beim Umstieg. Gastronomiebetriebe werden so unterstützt, jetzt schon auf Mehrwegsysteme umzustellen, wozu sie ab dem 1.1.2023 verpflichtet sind. Dann müssen sie gemäß der Novelle des Verpackungsgesetz aus 2021 mindestens eine Mehrwegalternative anbieten. Mehr lesen.

Ratgeber Mehrweg

Pfandsystem Mehrweggeschirr reCircle

Schüssel mit Reisgericht To Go
© ReCiRCLE

reCircle ist ein Mehrwegsystem für Restaurants mit Unterwegsverpflegung. Jede Box kann für zehn Euro Pfand vom Kunden ausgeliehen werden und danach in einem der teilnehmenden Läden, zurückgegeben oder gegen eine neue getauscht werden. Inzwischen gibt es in Deutschland über 400 reCicle Partner. Ab Juli 2021 gibt es von reCircle einen neuen transparenten Mehrwegbecher, der ISY Cup ist durch die Doppelwandigkeit isolierend und hält damit sowohl kalte auch als warme Temperaturen des Inhalts. Er eignet sich damit für Kaffeespezialitäten, Müsli, Joghurt, Couscoussalat oder auch Suppen mit Topping. Mehr lesen zur ISY Cup.

Vytal

Mehrweg Schale mit Nudeln und Gemüse
© VYTAL Global GmbH

Vytal ist ein digitales Mehrwegsystem für Take-Away, Delivery und Convenience Food. Gastronomen bekommen das Mehrweggeschirr gestellt. Konsumenten können per App Partnerrestaurants auswählen und per Handy ihre elektronischen Mitgliedskarte im Restaurant zum ausleihen zeigen.

REBOWL

Mehrweg Schale für Bowls
© REBOWL

REBOWL ist ein Pfandsystem für Mehrweg-Schalen für Take-Away-Essen als auch für Essenslieferungen. Die Kunden können das Geschirr kostenlos gegen 5€ Pfand ausleihen. Hinter REBOWL steht RECUP, ein deutschlandweites Pfandsystem für Coffee-to-go-Mehrwegbecher.

Fairbox

Fairbox ist ein deutschlandweites  Mehrweg Pfand System für Cups und Essensboxen für für den to-go oder Takeaway-Bereich. Die FairBox gibt es in zwei Größen, mit einer flexiblen Trennwand und einer Mehrwegdeckelgröße, die auf beide passt. Sie ist Spülmaschinen fest, wird in deutschland produziert und ist recylebar.

Relevo

Mehrweg To Go Bowl Relevo
© Relevo

Relevo ist ein Mehrweg-Pfandsystem, bei dem Mehrwegbehälter Bowls und Cups vom Kunden per App und scannen des QR Codes auf dem Geschirr pfandfrei ausgeliehen werden können. Die Mehrweg Bowl kann vom Kunden in allen Partnerbetrieben durch scannen des Rückgabeschildes wieder abgegeben werden.

TiffinLoop

Mehrweg Verpackung in der Hand zum Unterwegsverzehr
© TiffinLoop

TiffinLoop ist ein Mehrweg-Pfandsystem mit plastikfreien Metallbehältern. Gastronomen bekommen für einen monatliche Mitgliedschaft in Höhe von 19,95€ eine umfangreiche Starterbox. Kunden können für 15€ einen Tiffin Behälter ausleihen und in Partnerbetrieben zurückgeben.

Übersicht Vergleich Pfand-Mehrwegsysteme

 

Mehrweg auch für Coffee To Go

Immer mehr Menschen greifen zum Einwegbecher, um ihren Kaffee unterwegs zu trinken. In Deutschland werden stündlich 320.000 Coffee To Go Becher verbraucht, hat die Deutsche Umwelthilfe berechnet. Nicht nur der dadurch erzeugte Müll verursacht Probleme für die Umwelt, auch die Produktion der Wegwerfbecher verbraucht wichtige Ressourcen. Daher schließen sich immer mehr Städte einem Coffee To Go Mehrwegsystem an, bei dem die Kaffeebecher für einen Pfand ausgegeben und bei allen teilnehmenden Ausgabestellen wieder abgegeben werden können, um sie wiederzuverwenden. Auch die Befüllung von selbst mitgebrachten Bechern ist möglich. Hierzu hat der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) bereits im Februar 2018 ein Merkblatt und ein Video über den Umgang mit kundeneigenen Bechern herausgegeben.

Mehrweg-Kaffee Becher Pfandsysteme

FairCup

Mehrwegsbecher für Kaffee To Go
© FairCup

Ein FairCup-Becher kann bis zu 1000 Mal wiederverwendet werden und zu 100 % recycelt. Nach Gebrauch kann er über Pfandautomaten oder bei teilnehmenden Unternehmen abgegeben werden und der Kunde erhält seinen Pfand zurück. Die Unternehmen reinigen die spülmaschinenfesten Becher dann entweder selbst oder sammeln sie in einer speziellen Box, für eine zentrale Reinigung. Der Faircup Becher ist mit dem blauen Engel ausgezeichnet.

ReCup

Recup App Pfandsystem Kaffeebecher
© Recup App

Die bis zu 500 Mal wiederverwendbaren Recup Becher werden für einen Euro Pfand bei teilnehmenden Geschäften ausgegeben. Der Kunde bringt diesen später in einer dem System angeschlossenen Verkaufsstelle zurück und bekommt im Gegenzug seinen Pfand-Euro wieder zurück.

 

Weiter Pfandsysteme für Kaffeebecher

Inzwischen gibt es viele verschiedenen Anbieter von Pfandsystemen, die alle nach einem ähnlichen System operieren, wie z.B.

Studie “Mehrweg in der Take Away Gastronomie”

Wer sich ausführlich mit den Thema Verpackungen für die Take Away Gastronomie auseinandersetzen will, erhält in der Studie von ECOLOG einen guten Vergleich der verschiedenen Ein- und Mehrwegsysteme für die Take Away Gastronomie. Hier wird die Ökobilanz der verschiedener Verpackungsmöglichkeiten anhand von verschiedenen Studien zusammengestellt, sowie die am Markt erhältlichen Mehrweg-Pfandsysteme vorgestellt und bewertet.

Ecolog Studie “Mehrweg in der Take Away Gastronomie”

Alles rund um To Go und Gastro-Verpackungen:

Themenwelt Verpackungen

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