Plastik, nein danke: Nachhaltige Verpackungen bevorzugt

Gastro Verpackung

Verbraucher sind bereit mehr Geld für Lebensmittelverpackungen zu bezahlen, die sie selbst als nachhaltig empfinden. Einer neuen Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) zufolge ist unverpackt am besten, gefolgt von Papierverpackungen und solchen aus Recyclingplastik. Konventionelles Plastik und auch sogenanntes Bioplastik schneiden dagegen schlecht ab.

Bio-Plastik schneidet besonders schlecht ab

Verpackung plastik gemüse
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Besonders beliebt waren demnach unverpackte Lebensmittel, aber auch Recyclingplastik- und Papierverpackungen wurden gegenüber konventionellem Plastik bevorzugt. “Die von uns befragten Konsumentinnen und Konsumenten zeigten sich durchaus bereit, mehr Geld für Alternativen zu konventionellen Plastikverpackungen auszugeben, wenn sie diese als nachhaltiger empfinden. Selbst wenn sie dafür, wie im Falle von unverpackten Lebensmitteln, quasi weniger erhielten”, sagt Dr. Katharina Sträter von der MLU. Es zeigte sich zudem, dass die Wahrnehmung der Befragten nicht mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema übereinstimmen muss. Problematisch ist dabei vor allem, dass es bisher keinen generellen Konsens darüber gibt, welches Verpackungsmaterial tatsächlich nachhaltig ist. Hier sehen die Forscher die Wissenschaft und die Politik in der Verantwortung Klarheit zu schaffen. Bioplastik schnitt in der Erhebung besonders schlecht ab, obwohl frühere Studien das Gegenteil gezeigt hatten.

Kunden sind bereit mehr für Nachhaltigkeit zu zahlen 

Mehrwegverpackung
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Die Ergebnisse liefern dem Team zufolge auch wichtige Ansatzpunkte bzgl. des Preises: “Bislang gingen viele Unternehmen davon aus, dass ihre Kundschaft nicht dazu bereit ist, mehr Geld für nachhaltigere Verpackungen zu zahlen. Das können wir zunächst einmal nicht bestätigen. Vielmehr sehen wir: Die Unzufriedenheit mit Plastikverpackungen ist enorm, darin steckt ein großes Potenzial”, sagt Sträter abschließend.

Nachhaltige Verpackungen

Besteck Nachhaltig
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Der Markt für Verpackungen ist im Wandel, insbesondere durch neue Gesetzgebung, wie das Plastikverbot von Einwegverpackungen seit 2021 und die neue Mehrwegpflicht ab 2023 für Gastronomen, die Speisen zum Mitnehmen anbieten. Der Klimawandel und eine Sensibilisierung für die Umwelt haben dazu geführt, dass Konsumenten versuchen auf Plastikverpackungen zu verzichten. Gerade im Gastronomie-Bereich ist es den Konsumenten wichtig, dass ihr Essen nachhaltig verpackt ist. Aber welche To Go Verpackungen sind nachhaltig? In der Themenwelt Verpackung gibt es nützliche Tipps und Informationen über nachhaltige To Go Verpackungen und Materialien. Unser Ratgeber Mehrwegverpackungen vergleicht verschiedene Anbieter von Poolsystemen für Mehrwegverpackungen, um eine Auswahl zu erleichtern

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