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Der Veganuary 2022 – ein Monat zur Klimarettung

Gastro Trends

Einen Monat lang eine vegane Ernährung ausprobieren und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten – ein Neujahrsvorsatz, den auch im Januar 2022 wieder Hunderttausende Menschen umsetzen. Veganuary heißt die Kampagne, initiiert von der gleichnamigen Organisation. Mehr als 1,5 Millionen Menschen haben sich seit Beginn der Kampagne bereits offiziell registriert und einen Monat lang eine pflanzliche Ernährung ausprobiert. Auch die Gastronomie und Unternehmen können sich beim Veganuary engagieren.

Mehr CO2 durch Tierprodukte

Schaf, Gruppe
© Veganuary

Laut einer aktuellen Studie im Fachmagazin Nature Food sind Tierprodukte global für doppelt so viele Treibhausgas-Emissionen verantwortlich wie pflanzliche Lebensmittel.* Konkret bedeutet das: Wenn eine Million Menschen für einen Monat lieber rein pflanzlich essen, spart das rund 103.840 Tonnen CO2-Äquivalente ein. Dies entspricht einer verringerten Emissionslast von rund 439.000 Flügen von Berlin nach London.**

Katharina Weiss-Tuider, Leiterin von Veganuary in Deutschland: „Tierische Produkte verursachen global doppelt so viele Emissionen wie pflanzliche Lebensmittel. Wir können deshalb in diesem Januar als weltweite Bewegung einen effektiven Beitrag zum Klimaschutz leisten – jeder Beitrag, jeder Schritt zählt. Veganuary entfaltet eine spürbare Kraft, die immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten sowie Unternehmen fasziniert.“

Veganuary erhält prominente Unterstützung

Eckert von Hirschhausen
© Veganuary

Erstmals dabei ist Dr. Eckart von Hirschhausen. Der populäre Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen sagt: „Als Arzt und Fan der ‚planetary health diet‘ weiß ich: Allein durch pflanzenbasierte Ernährung könnten wir jedes Jahr 150.000 Todesfälle in Deutschland verhindern. Weniger Fleisch zu essen ist also ein echter Verzicht, nämlich auf Herzinfarkt und Schlaganfall. Darauf kann doch jeder gern verzichten, oder? Exzessiver Fleischkonsum macht uns nicht nur krank, er zerstört auch unsere Umwelt, unser Klima. Mein Team von der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen und ich machen gerne beim Veganuary mit. Denn wenn man sich fragt: ‚Was kann ich zum Klimaschutz tun‘, dann ist weniger Fleisch vertilgen ein guter Anfang.“

Auch die Wirtschaft hat die Kraft der Kampagne erkannt

Allein in Deutschland beteiligten sich im vergangenen Januar mehr als 170 Unternehmen, darunter innovative Start-ups wie marktführende Großunternehmen. In den Veganuary-Kampagnenländern wurden insgesamt mehr als 825 neue vegane Produkte und Gerichte auf den Markt gebracht.

Bekannte Markenbeispiele, die am Veganuary 2021 teilnahmen:

  • Lieferando unterstützte mit vielen veganen Restaurant- und Lieferangeboten den veganuary
  • Dean & David stellte neue Vegane Produkte ins Sortiment ein
  • Die Marke Simply V startete eine große Kampange, die in vielen Supermärkten zusehen war
  • Der Eishersteller Magnum Stellte eine neue vegane Eissorte ins Sortiment
  • Made with Luve arrangierte eine große Kampagne und rief große Supermärkte zur Teilnahme am Veganuary auf

Wie können Unternehmen von Veganuary profitieren?

Grapik veganuary
© Veganuary

Der Wachstum am veganen und flexitarischen Markt birgt ein riesiges Potential. Unternehmen aus Einzelhandel und Gastronomie können ihr veganes Angebot erfolgreich platzieren und bewerben und der neuen Zielgruppe genau das bieten, wonach diese sucht. Veganuary bietet eine gute Möglichkeit einer einmonatigen Kampagne, die  an das Weihnachtsgeschäft anschließen kann. Die Kampagne bietet die Möglichkeit zur Einführung und Etablierung neuer Produkte, ebenso wie die Förderung bereits verfügbarer Produkte.

Als gemeinnützige Organisation ist es Veganuary besonders wichtig, dass  die Teilnehmer die vegane Ernährung als bereichernd und positiv beurteilen. Aus diesem Grund hat Veganuary ein Business Toolkit entwickelt, das Unternehmen hilft, effektiv an der Kampagne teilzunehmen. Das Toolkit bietet einen Rahmen, Vorschläge und Hilfestellung zur erfolgreichen Teilnahme an der Veganuary-Kampagne im deutschsprachigen Raum. Es enthält alles, was Sie brauchen, um zu verstehen, wofür Veganuary steht und wie Sie sich mit Ihrem Unternehmen einbringen können. Laden Sie es jetzt herunter.

Toolkit Veganuary

Quellen

* Xiaoming Xu et al.: „Global greenhouse gas emissions from animal-based foods are twice those of plant-based foods“. In: Nature Food, Vol 2, September 2021, S. 724-732.

** Daten bereitgestellt von Dr. Helen Harwatt vom Harvard University’s Animal Law and Policy Program, basierend auf Joseph Poore, Thomas Nemecek: „Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers“. In: Science, Vol 360, Juni 2018, S. 987-992. Klima-Fußabdruck der Flüge kalkuliert nach Atmosfair.de.

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