Umfrage: Gute Vorsätze für 2021 – nachhaltiger Konsum

Gastro Trends

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit für die Neujahrsvorsätze. Gute Klima-Vorsätze und umweltbewusstes Konsumieren stehen bei vielen Deutschen ganz oben auf der Liste für 2021, das zeigt eine Civey-Umfrage mit 5.000 Deutschen im Auftrag des Klimaschutz-Unternehmens LichtBlick.

Das wollen die Deutschen

Umweltschutz grünes herz aus Moos in den Händen / snackconnection

© Pexels

74 % der Befragten nehmen sich gute Klima-Vorsätze für 2021 vor und möchten umweltbewusster konsumieren. Mehr als die Hälfte wollen Verpackungsmüll vermeiden (56 %). 28 % haben sich vorgenommen, mehr Bio-Lebensmittel einzukaufen. 13 % der Befragten, das heißt jeder achte Deutsche, will sich 2021 vegetarisch oder vegan ernähren.
Die Altersgruppe der 18 bis 29jährigen zeigt ein überdurchschnittlicheres Engagement bei den Themen vegetarische Ernährung (25 %) und mehr Bio-Lebensmittel kaufen (34 %). Lediglich 26 % wollen ihr Konsumverhalten nicht ändern. Während sich 32 % der Männer keine guten Vorsätze für 2021 nimmt, gilt das nur für 21 Prozent der Frauen.

Umweltbewusster konsumieren

Joghurtbowl mit Müsli und Früchten gesund / snackconnection

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Der Trend umweltbewusster zu konsumieren kommt nicht erst im Jahr 2021 auf. Schon 2020 achteten mehr Konsumenten auf regionale Zutaten – ob beim Kochen zu Hause oder beim Bestellen im Restaurant. Wer keine Gerichte mit regionalen Zutaten auf der Speisekarte stehen hat, läuft Gefahr, seine Kunden auf Dauer zu verlieren. Obst und Gemüse können beim nächsten Bauern bezogen werden, die trendigen Superfoods, wie Chiasamen und Goji-Beeren, werden gegen in Deutschland produzierte Lebensmittel getauscht. Schwarze Johannesbeeren und Leinsamen sind gute Alternativen zu Goji-Beeren und Chiasamen. Jeder achte Deutsche möchte sich 2021 vegetarisch oder vegan ernähren. Durch eine vegetarische und besonders durch eine vegane Ernährung konsumiert man automatisch bewusster. Vor allem Neulinge studieren vermehrt die Zutaten der Produkte und Speisen, dadurch bekommen Konsumenten ein Gefühl für die Produkte. Ein leckerer Salat mit Gemüse aus der Region oder ein Joghurt mit saisonalen Früchten aus Deutschland kommen gut bei den Kunden an.

Verpackungsmüll vermeiden

Mehrweg Schale mit Nudeln und Gemüse

© VYTAL Global GmbH

Immer mehr Menschen achten darauf unverpackte oder mit nachhaltig und kompostierbaren Verpackungen Lebensmittel zu kaufen. Dass 56 % der Deutschen sich vornehmen 2021 Verpackungsmüll zu vermeiden, ist kein Wunder. Durch die Corona-Pandemie wurden mehr Speisen und Snacks beim Lieferservice bestellt oder zum Mitnehmen gekauft. Somit stieg auch der Verpackungsmüll. Auf die Bedürfnisse der Kunden, die nachhaltige Verpackungen bevorzugen und das anstehende Plastikverbot ab 2021 bereiteten sich viele Restaurants schon vor und verkauften ihre Speisen in Papier-, Bambus- oder ähnlichen nachhaltigen Verpackungen. Um den Verpackungsmüll zu reduzieren, eignen sich Mehrwegbehälter. reCircly, Rebowl oder vytal bieten verschiedene Mehrwegsysteme für die Gastronomie an. So können Kunden die Mehrwegbehälter gegen Pfand für ihre Speisen ausleihen und geben diese bei jedem Partner des Mehrweg-Systems wieder ab. So entsteht kein Verpackungsmüll.

Bio-Lebensmittel einkaufen

Fairtrade Kaffee,reis, Tee, Linsen, Bananen | snackconnection

© Pixabay

Wer Bio-Produkte kauft, bezieht diese oftmals direkt aus der Region. Durch den kurzen Transportweg wird nicht nur die CO2-Bilanz reduziert, den Konsumenten wird auch die Sicherheit gewährleistet, dass weniger schädliche Stoffe in den Produkten enthalten sind. Doch manchmal reichen regionale Zutaten nicht aus. Besonders wenn es um Schokolade und Kaffee geht. Wer nachhaltigen Kaffee anbieten möchte, der greift auf die Kaffeebohnen mit einem Nachhaltigkeitssiegel, wie z.B. dem Fair Trade Siegel zurück. Das gilt auch für Schokolade. Es muss allerdings nicht zwangsweise ein teureres, durch ein Gütesiegel zertifiziertes Produkt sein, um nachhaltigen Kaffee und Snacks mit Schokolade seinen Kunden anbieten zu können. Es gibt auch Initiativen, die Ihre Kaffeepflanzen und Kakaobohnen unter nachhaltigen und biologischen Rahmenbedingungen anbauen, sich jedoch das Geld für die Zertifizierungskosten sparen und in anderweitige nahhaltige Projekte investieren.
Aber Achtung: Wer Bio-Lebensmittel anbieten und diese auf der Speisekarte kennzeichnen und damit werben möchte, muss am Kontrollverfahren nach der EG-Öko-Verordnung teilnehmen.
Weitere Informationen zum Thema Bio-Produkte finden Sie hier.

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