Süße Snacks aus Belgien

Convenience Food

Deutschlands Nachbarland Belgien ist für seine schönen Städte und seine Küche bekannt. Vor allem in Sachen süße Snacks hat Belgien viel zu bieten. Besonders bekannt sind belgische Schokolade und Waffeln. Wir zeigen die Vielfalt der belgischen süßen Snacks.

Belgische Schokolade

Schokolade
© Jiri Hera | Shutterstock

Kaum ein anderer Snack in Belgien ist so bekannt wie die belgische Schokolade. Sie ist inzwischen so beliebt, dass viele Länder versuchen die Qualität und den Standard der belgischen Schokolade zu kopieren. Das besondere an den belgischen Pralinen ist, dass sie oft noch in Handarbeit gefertigt und nur mit den edelsten Zutaten hergestellt wird. Durch Handarbeit werden die Pralinen zu kleinen Kunstwerken.

Belgische Waffeln

Die Waffel ist neben der Schokolade der beliebteste süße Snack aus Belgien. Es gibt sie an jeder Straßenecke und die Auswahlmöglichkeiten an Toppings ist groß. Die beliebtesten Varianten der Waffel sind die Liège Waffel, die Brüsseler Waffel und die Galettes campinoisesDie Liège Waffel wird aus Brioche-Teig und Zuckerperlen gemacht, die beim Backen karamellisieren und der Waffel so ein zäheres und süßeres Finish verleihen. Die brüsseler Waffeln hingegen sind leichter, knuspriger und können leicht an ihrer rechteckigen Form erkannt werden. Sie werden aus einem Eiweiß- oder Hefe-Teig gemacht und pur oder mit Puderzucker serviert.

Neuzekes – Kleine Nasen aus Gummi

pinke Kegel, süßigkeiten
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Neuzekes bedeutet übersetzt kleine Nasen und dieser Titel passt wie die Faust aufs Auge. Die kleinen, bunten, kegelförmigen Süßigkeiten haben eine weiche Sirup-artige Füllung. Die Kegel selbst sind aus einer Zuckermasse, vermischt mit ein wenig Gummi arabicum und sind in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen zu finden. Die Neuzekes haben ihren Ursprung in Ghent und können nur wenige Wochen im Regal aufbewahrt werden, da die zuckerreiche Füllung sonst kristallisiert. Traditionell wird beim Verzehr die Spitze abgebissen und der Sirup rausgesaugt, alternativ kann die kegelförmige Süßigkeit auch in einem Getränk aufgelöst werden um für eine Geschmacksexplosion zu sorgen.

Butter Crisps – Knusprige Waffeln

Waffeln, Kekse
© Viktor1 | Shutterstock

Die Butter Crisps beweisen, dass Waffeln nicht immer nur weich und fluffig sein müssen. Mit ihrer flachen, harten und knusprigen Textur beweisen sie das Gegenteil. Die Butter Crisps sind ein traditionelles Gepäck aus West-Flandern und erinnern von der Optik mehr an Kekse als an Waffeln. In Belgien wird er oft zum Kaffee oder Tee gereicht.

Mastel – Donut-Brot

© Wikimedia | DimiTalen

Das Mastel, auch Krakelingen genannt, ist ein rundes Brot mit einem Loch in der Mitte, ähnlich wie ein Donut. Die Rezeptur des Brotes an sich ist nicht weiter besonders, allerdings wird es zu besonderen Festivitäten ausgeteilt. So wird es beispielsweise bei einem Fest in Geraardsbergen, wo eine Gruppe an Menschen versucht auf die Spitze eines steilen Berges zu gelangen, in die Menge geworfen. Bei der keltischen Lagerfeuertradition im Februar wird es ebenfalls ausgeteilt.

Brüsseler Brot – Pain à la Grecque

Kuchen, Hagelzucker
© Pieter Heremans

Das ,,Pain à la Grecque‘‘ bedeutet wortwörtlich übersetzt ,,Griechisches Brot‘‘. Mit Griechenland hat dieser belgische Traditions-Snack allerdings wenig zu tun.  Das Brüsseler Brot ist besteht aus einem einfachen Teig mit Zimt und Zucker. Zur Dekoration wird Hagelzucker draufgestreut. Seinen Namen erhielt das Gebäck durch die Art und Weise, wie die Franzosen das belgische Wort ,,Gracht‘‘ aussprachen und hat somit wenig mit Griechenland zu tun.

Galettes campinoises – Flacher Kuchen

Waffeln, Teller
© Wikimedia | Oreo Priest

Kampense galetten sind keks-ähnliche Waffel die sich besonders durch ihre harte und knusprige Textur auszeichnen. Das Wort Galetten bedeutet, wortwörtlich übersetzt, flacher Kuchen. Ihren Ursprung haben sie in der französischen Küche. Die Waffeln bestehen aus einem einfachen Weizenmehl-Teig, der mit Eiern und Butter vermengt wird.

Couque de Dinant – Der riesen Keks

Kekse
© Wikimedia | Oreo Priest

Der Couque de Dinant ist ein Keks, der für seine riesige Größe und seine harte Konsistenz bekannt ist. Der Keks wird aus Weizenmehl und Honig hergestellt. Der Honig im Teig des großen Kekses karamellisiert beim Backen und macht er den Keks, nach dem er ausgekühlt ist, sehr hart. Er ist zu hart zum Abbeißen, so dass man kleine Stücke abbrechen muß, um ihn zu essen. Die Kekse sind aufgrund ihrer Dekorationen beliebt und werden das gesamte Jahr über verkauft. Besonders beliebt sind sie aber zur Winterzeit.

Oliebollen / Croustillons – Schmalzgebäck

Schmalzgebäck
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Die in Belgien als Oliebollen bekannte Leckerei hat ihren Ursprung in Deutschland und ist im Grunde genommen nichts anderes als das belgische Äquivalent zum deutschen Schmalzgebäck, welches auf nahezu jedem Jahrmarkt zu finden ist. In Belgien wird sie traditionell nur zur Winterzeit und am Neujahrs-Abend gegessen. Der Teig ist ähnlich dem eines Donuts, doch in der belgischen Variante mit Zitrone angereichert. Die Belgier essen ihre Oliebollen gerne mit Rosinen und einer ordentlichen Portion Puderzucker obendrauf.

Appelflap -Apfeltasche

Apfeltasche
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Der Appelflap ist eine Gebäcktasche bestehend aus einem fluffigen Blätterteig. Gefüllt werden sie mit einer Mixtur aus Apfel, Zimt und manchmal Rosinen. Mit grobem Zucker bestreut werden sie dann serviert.  Der Appelflap ist das Äquivalent des beliebten englischen ,,Apple Turnovers‘‘. Um das beste Ergebnis zu erzielen sollte der Teig mit echter Butter und die Füllung mit grün-gelben Äpfeln gemacht werden. Um dem ganzen noch eine besondere Note zu verleihen, können geriebene Limettenschale und ein wenig Rum-Pulver zur Füllung hinzugefügt werden. Am besten schmeckt dieser leckere Snack kombiniert mit einem Kaffee.

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