Mehlalternativen sind gefragter denn je: Immer mehr Menschen achten auf eine gesunde, ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung und setzen bewusst auf weizenfreie Produkte. Ob Dinkel-, Bananen-, Mandel- oder Kichererbsenmehl – sie eröffnen neue Möglichkeiten für trendige Snacks und bieten Gastronomiebetrieben die Chance, ihr Angebot modern und differenziert zu gestalten.
Weizenloses Essen – gesundheitlich notwendig oder nur ein Trend?

Weizen enthält Gluten – ein Gemisch aus verschiedenen Proteinen, das bei rund fünf bis sieben Prozent der deutschen Bevölkerung zu Verdauungsproblemen und anderen Beschwerden führt. Ein Prozent der Bevölkerung leidet unter Zöliakie, also unter einer ausgeprägten Glutenunverträglichkeit, die den Verzehr weizenhaltiger Lebensmittel nahezu unmöglich macht. Doch nicht nur Menschen, die Weizen schlecht oder gar nicht vertragen, greifen zu weizenfreien Lebensmitteln und Snacks. Auch viele, die Wert auf eine bewusste Ernährung legen, bevorzugen weizenfreie Produkte, da diese grundsätzlich als gesünder empfunden werden. So zeigte die Mintel-Brotstudie 2019, dass 33% der Konsumenten Wert auf besonders nahrhafte Mehlsorten legen. Auch im Zuge verschiedener Diäten, beispielsweise der Low-Carb-Diät oder der Keto-Diät, spielen weizenfreie Snacks eine große Rolle.
Burger – Alternative Buns

Für Burger bieten sich vor allem Hafer-, Dinkel- oder Buchweizenmehle an, wenn eine ähnliche Textur wie beim klassischen Bun gewünscht ist. Glutenfreie Varianten lassen sich mit Reismehl, Maismehl oder Hirsemehl umsetzen, die neutral schmecken und vielseitig einsetzbar sind. Besonders spannend für moderne Konzepte sind Kichererbsen- oder Linsenmehl, die zusätzlich pflanzliches Protein liefern und einen leicht nussigen Geschmack mitbringen. Ergebnis: sättigende, funktionale Burger mit klarem Health-Faktor.
Sandwiches & Wraps – Dinkel oder Hafer

Für Sandwiches und Wraps lassen sich Weizenmehle besonders einfach durch alternative Rohstoffe ersetzen. Bewährte Optionen wie Dinkel- oder Hafermehl bieten eine ähnliche Textur und sind für Gäste gut akzeptierbar. Für glutenfreie Konzepte kommen Mais- oder Reismehl zum Einsatz, die neutral im Geschmack sind und vielseitig verarbeitet werden können. Darüber hinaus eröffnen Kichererbsen-, Quinoa- oder Buchweizenmehl neue Möglichkeiten: Sie bringen nicht nur eine leicht nussige Note, sondern auch zusätzliche Nährwerte ins Produkt. Gerade im Wrap-Bereich lassen sich damit moderne, proteinr
Urgetreide ist wieder im Kommen.

Beim sogenannten Urgetreide handelt es sich um Getreidearten, aus denen sich der heute verwendete Kulturweizen entwickelt hat. Urgetreide zeichnet sich durch einen besonders hohen Gehalt an Mineralstoffen, Ballaststoffen und Eiweiß aus und eignet sich daher sehr gut für die Zubereitung von gesunden Snacks. Eines der ältesten Urgetreide ist das intensiv nussig schmeckende und eiweißreiche Einkorn. Emmer, ein weiteres Urgetreide, ist ähnlich nahrhaft und eignet sich aufgrund der hohen Wasserbindungsfähigkeit hervorragend zum Backen. Gleiches gilt für das beliebte Dinkelmehl. Backwaren aus Emmer, Einkorn und Dinkel sind inzwischen in vielen Bäckereien zu finden.





