Nachhaltige Menünox Take Away Bagasse

Nachhaltige To-Go-Verpackungen – So gestaltest Du Take-Away Food umweltfreundlicher

Gastro Verpackung

Zwischen 307 und 925 Millionen Plastikmüllteile gelangen laut der University of Cádiz und der European University of the Seas jedes Jahr alleine über europäische Flüsse ins Meer. Ein Großteil dieser Abfälle stammt von To-Go Bechern, Menüboxen und Wegwerfgeschirr.[1] Doch To-Go muss nicht umweltschädlich sein. In diesem Beitrag erfährst Du, warum nachhaltige Verpackungen ein wichtiger Schritt in die Zukunft sind und wie Du dabei mithelfen kannst, die Gastronomie umweltfreundlicher zu gestalten. Finde heraus, welche Plastik-Alternativen eine vielversprechende Lösung darstellen, das Take-Away Business nachhaltiger zu gestalten.

Warum To-Go Verpackungen nachhaltig gestalten?

To Go Müll Straße
© Paul Schellekens

Die Zahlen des Plastikmülls in den Meeren sind nur eine der alarmierenden Kennziffern, die zum Umdenken anregen. Denn Einwegplastik verschmutzt nicht nur unsere Meere, sondern auch unser Essen. Im Meersalz etwa finden sich mikroskopische Plastikartikel, die schlussendlich auf den Tellern der Gäste landen. Und für unsere Umwelt stellt der sorglose Umgang mit Plastik schon lange eine Belastung dar. Nur wenig von den Bergen an Plastikmüll, die wir Menschen jedes Jahr produzieren, wird wiederverwertet oder in Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Der Großteil landet genau da, wo wir ihn nicht haben wollen – in den Meeren und Wäldern, in unserem Essen und damit sogar in unseren Körpern. Eine verantwortungsbewusste Müllverwertung ist leider bislang ein utopischer Gedanke geblieben, doch ab 2022 soll sich das ändern.

Einweg war gestern, Mehrweg ist morgen

Mit neuen Gesetzen will die EU in den nächsten Jahren die Umweltbelastungen durch unseren Müll reduzieren. Plastikflaschen und Getränkedosen sollen ab 2022 pfandpflichtig werden, damit sie nachhaltig recycelt werden können. Auch ein Pfandsystem für die Gastronomie ist in der Gesetzesnovelle enthalten, wodurch To-Go Boxen nachhaltig gestalten werden müssen. Restaurants mit über 80 Quadratmetern sind dann dazu verpflichtet, ihren Gästen auch Mehrwegbehälter zum Mitnehmen anzubieten. Durch die Erhebung eines Pfands soll dafür gesorgt werden, dass die Transportbehälter ihren Weg zurück in die Lokale finden. Für Betriebe, die kleiner als 80 Quadratmeter sind und mit weniger als fünf Mitarbeiter gilt diese Regelung hingegen nicht. Sie müssen es den Gästen jedoch ermöglichen, eine Take-Away-Bestellung in mitgebrachten Behältern zu bekommen.

Einwegplastik adé: Gastronomen müssen künftig auf Einwegplastik verzichte

Platikflasche Meer Verschmutzung
© Brian Yurasits

Doch ein Pfandsystem, das zum Recycling bewegt, und Mehrwegbehälter sind längst nicht alles, was auf dem Plan der EU steht. Bereits seit Juli 2021 werden zahlreiche Einwegutensilien aus Plastik aus dem Take-Away Business verbannt. Strohhalme, Besteck, Teller und Einwegboxen für Essen dürfen seitdem nicht mehr aus Plastik hergestellt werden. Restbestände dürfen zwar noch aufgebraucht werden, danach heißt es jedoch auf nachhaltigere Alternativen umsteigen. Damit verabschiedet sich die Gastronomie nicht nur von Behältern aus Styropor, sondern auch von jenen aus biobasierten oder biologisch abbaubarem Kunststoff. Sogar Papierbehälter oder -teller mit dünner Kunststoffbeschichtung sind tabu. Auch für Strohhalme, Besteck und Rührstäbe für den Kaffee müssen nun neue, umweltfreundlichere Materialien her.

Mehr zum Einwegplastik Verbot

Wie gestalte ich mein Restaurant nachhaltig?

Restaurant Take Away Food
© Visual Stories | Micheile

Diese neuen Gesetze und Änderungen spiegeln nicht nur das Bedürfnis vieler Konsumenten wider, umweltbewusster zu essen. Auch zahlreiche Unternehmer in der Gastronomie wollen Teil des Umdenkens sein und nachhaltigere Produkte verkaufen. So stellen die Gesetzesänderungen der EU eine Gelegenheit dar, jetzt zu handeln und für ein gesundes und verantwortungsvolles Morgen zu sorgen. Doch was genau kannst Du in der Gastronomie leisten, um sowohl das Gesetz einzuhalten, als auch den Bedürfnissen Deiner Kunden gerecht zu werden?

Nachhaltige Take Away Boxen

Kompostierbare Bagasse-Boxen als umweltfreundliche Alternative zu Einwegplastik

Pommes Bagasse To Go Verpackung
© Edgars Sermulis

Um die Take-Away-Box nachhaltig zu gestalten, werden nun alternative Materialien notwendig, welche die Umwelt nicht so gnadenlos belasten wie Einwegplastik. Ein solches Material wurde nun genau da entdeckt, wo wahrscheinlich die wenigsten von uns danach gesucht hätten: bei der Zuckerproduktion. Zuckerrohr versüßt nicht nur unseren Alltag, sondern bietet auch einen guten Ausgangspunkt für nachhaltige Lebensmittelverpackungen. Bei der Verarbeitung von Zuckerrohr wird der süße Saft, der später zu unserem Kristallzucker verarbeitet wird, mit Walzen aus den Halmen des Zuckerrohres gepresst. Was dabei übrig bleibt, ist eine faserige Pflanzenmasse: die Bagasse. Diese wird oft einfach entsorgt. Genau aus diesen Resten können aber nachhaltige Take-Away-Verpackungen für die Gastronomie entstehen. Bagasse zeigt sich dabei als Multi-Talent für die Essensbox To-Go. Aus ihr hergestellte Behälter sind nicht nur wasser- und fettabweisend, sondern auch äußerst stabil. Zudem kann Bagasse einfach kompostiert werden. Schon nach acht Wochen zersetzt sich das Material und muss somit nicht mit dem Restmüll verbrannt werden. Im Blogartikel Küchenabfälle richtig kompostieren: So legst Du Deinen eigenen Kompost an“ findest Du heraus, wie ein Komposter ganz praktisch im Hinterhof eines Lokals angelegt werden kann.

Umweltschonendere Herstellung: Plastik vs. Bagasse

Zuckerrohr
© Victoria Priessnitz

Da Bagasse als Abfallprodukt bei der Zuckerherstellung entsteht, können die Take-Away-Behälter ressourcenschonend hergestellt werden. Bei der Gewinnung von 100 Tonnen Zucker entstehen 30 Tonnen Bagasse. Dabei wird beim Herstellungsprozess weniger Energie benötigt als bei der Gewinnung von Holzfasern, wodurch das Material in Sachen Nachhaltigkeit auch hier die Nase vorne hat. Das Material Bagasse wird auch tatsächlich schon heute eingesetzt und findet sich bei einigen Herstellern im Angebot.

Umweltfreundliche Burgerboxen    Menüboxen aus Zuckerrohr

Mehrweg ist mehr wert

Pizzakarton Raustaurant Take Away
© Dan Burton

Doch ab 2023 reichen Bagasse-Boxen alleine nicht mehr für Deinen Betrieb aus. Zwar stellen sie auch dann eine gute Alternative zu Einwegbehältern aus Plastik dar, jedoch müssen zusätzlich Mehrwegbehälter auf dem Programm stehen. Der Preis für das Take-Away Essen darf dabei nicht höher sein, als der für die Lebensmittel in einer Einwegbox. Als Gastronomen hast Du jedoch die Möglichkeit ein Pfandsystem zu nutzen, damit die Behälter schließlich auch wieder in Deinem Restaurant landen. Außerdem ist es sehr willkommen, Deine Kunden dazu zu motivieren, selbst Boxen oder Getränkebehälter mitzubringen, die Du dann mit den von Dir angebotenen Speisen befüllst. Vor allem viele Cafés haben diese Lösung schon seit Längerem etabliert und füllen Heißgetränke direkt in die mitgebrachten Coffee-To-Go-Becher ihrer Kunden. Gäste, denen die Umwelt am Herzen liegt, können leicht über Deine Homepage, durch ein Schild oder eine Tafel in Deinem Lokal auf diese Option hingewiesen werden. Für Dich entstehen dadurch keine weiteren Kosten und kein zusätzlicher Aufwand. Und Deine Gäste bringen nicht nur Deine leckeren Speisen und Getränke mit nach Hause, sondern auch das gute Gefühl, einen kleinen Schritt in die richtige Richtung getan zu haben.

Noch mehr nachhaltige Ideen findest du im Blog von sunny tableware.

Nachhaltig in eine umweltbewusste Zukunft

Nachhaltigkeit - Baum in Hand
© Nikola Jovanovic

Die neuen EU-Gesetze sind lange nicht die einzigen Gründe, etwas an unserem Verhalten zu ändern. Die Umwelt und damit auch unsere eigene Zukunft verlangen heute ein Umdenken. Vor allem in der Gastronomie gibt es viele Möglichkeiten, mit kleinen Änderungen viel zu bewegen. Denn wenn heute auch nur 20 Gäste mit einem Styroporbehälter nach Hause gehen, könnten genau diese 20 Menschen morgen schon eine nachhaltige Bagasse-Box oder einen Mehrwegbehälter in den Händen tragen. So kannst Du gemeinsam mit Deinen Kunden für saubere Meere, saubere Wälder und eine saubere Zukunft sorgen.

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