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Wie erreicht man mehr Nachhaltigkeit beim Kaffee To Go

Getränke

Nachhaltiger Kaffee ist beliebt. Laut dem Tchibo Kaffee Report trinken fast die Hälfte der Kaffeetrinker mehrmals täglich nachhaltigen Kaffee. Mehr als ein Drittel sogar täglich. Doch wie stellt man sicher, dass man wirklich nachhaltigen Kaffee anbietet. Zusammen mit der Peru Kaffeerösterei stellen wir die wichtigsten Kriterien vor.

Was bedeutet „Nachhaltiger Kaffee“ ?

Kaffeeplantage Brasilien Kaffeeanbau

© Deutscher Kaffeeverband, Bente Stachowske

Unter Nachhaltigkeit beim Kaffeeanbau versteht man die ökologische Bewirtschaftung der Anbauflächen der Kaffeepflanzen, sodass diese auch den zukünftigen Generationen erhalten bleiben und keine kurzfristige Ausbeutung natürlicher Ressourcen zu Lasten der Qualität und der langfristigen Nutzung dieser Flächen stattfindet. Auch wenn dort die größte Wirkung erzielt wird, endet das Thema Nachhaltigkeit natürlich nicht beim Produzenten des Rohkaffees, oder liegt hauptsächlich in dessen Verantwortung. Auch der übrige Teil der Lieferkette, sowie der Kaffeeröster im Importland, müssen in den Fokus genommen werden. Der Importeur der Rohkaffeebohnen sollte beispielsweise eine möglichst emissionsarme und umweltfreundliche Einfuhr in das Zielland ermöglichen, während der Kaffeeröster sich auf die Vermeidung von übermäßigem Verpackungsmüll und das Einbinden seiner Kunden in den Nachhaltigkeitsgedanken des Unternehmens konzentriert.

Nachhaltigen Kaffee ins Angebot integrieren

Kaffee Variationen

© Fotolia

Auf den Handel nachhaltiger Kaffeebohnen, sowie die sozialen und ökologischen Aspekte dahinter, lässt sich auf verschiedenste Art und Weise Einfluss nehmen: Der größte Hebel, den Kaffeehandel nachhaltiger zu gestalten, ist Kaffee zu kaufen, der durch ein Nachhaltigkeitssiegel, wie z.B. mit dem Fair Trade-Siegel gekennzeichnet ist. Es muss allerdings nicht zwangsweise ein teureres, durch ein Gütesiegel zertifiziertes Produkt sein, um nachhaltigen Kaffee einzukaufen. Es gibt auch Initiativen, die Ihre Kaffeepflanzen unter nachhaltigen / biologischen Rahmenbedingungen anbauen, sich jedoch das Geld für die Zertifizierungskosten sparen und in anderweitige nachhaltige Projekte, wie den Landrückkauf der Naturvölker, investieren.

Verpackungsmüll durch Mehrwegbecher vermeiden

Coffee to Go Kaffeebecher | snackconnection

© Adpic

Oft rückt das Thema Verpackungsmüll zu sehr in den Hintergrund, wenn es um nachhaltigkeitsorientierten Kaffeehandel geht. Dabei lässt sich vor allem mit dem Reduzieren von vermeidbarem Verpackungsmüll, am einfachsten den eigenen Nachhaltigkeitsprinzipen entsprechen. Schon beim Einkauf kann man Verpackungsmüll einsparen, indem man Kaffee direkt bei einer Rösterei kauft, bei der man seinen Kaffee in eigene Behältnisse abfüllen lassen kann. Ein weiterer Hebel um Verpackungsmüll zu sparen, ist seinen Kunden Mehrwegbecher anzubieten. Verschiedene Pfandsysteme, wie Faircup, Recup oder Vytal erleichtern die Einführung von Mehrwegbechern und organisieren die Ver- und Rückgabe.

Schlechtes Branchenimage in Sachen Nachhaltigkeit

Eine Imageanalyse des Marktforschungsinstitut Splendid Research vom Mai 2020 zeigt über viele Kaffee-Marken hinweg eine Gemeinsamkeit: Nahezu alle Produktions- und Herstellungsfirmen werden seitens der Kaffeetrinker nur selten so eingestuft, dass sie umweltbewusst, nachhaltig oder um faire Produktionsbedingungen bemüht sind. Die einzigen Ausnahmen bilden GEPA und Alnatura. Jeweils über 60 Prozent der Personen, die diese Marken kennen, bewerten sie als umweltbewusst und nachhaltig. Wer nachhaltigen Kaffee in seiner Gastronomie verwendet, tut gut daran dies auch aktiv zu kommunizieren, da dies ein klarer Wettbewerbsvorteil ist.

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