Koreanisches Streetfood und die Küche Südkoreas haben sich in den letzten Jahren zunehmend auf deutschen Gastro- und To-go-Märkten etabliert. Inspiriert von K-Pop-Kultur, gesundheitsbewussten Essgewohnheiten und dem Wunsch nach neuen Geschmackserlebnissen entdecken immer mehr Gäste koreanische Gerichte mit fermentierten Zutaten für sich. Diese Gerichte zeichnen sich durch frische Zutaten, kräftige Aromen und oft eine Balance zwischen süß, salzig und scharf aus.
Kimchi – fermentiertes Superfood

Das bekannteste „Gericht“ bzw. die bekannteste Zutat aus Korea ist Kimchi. Es gilt als eines der Nationalgerichte und ist ein wichtiger Bestandteil der koreanischen Küche und Kultur. Normalerweise wird es zu jeder Mahlzeit in Korea serviert, sei es als Beilage, als Zutat in einem Gericht oder als Hauptgericht. Kimchi wird aus verschiedenen Gemüsesorten hergestellt, darunter Chinakohl, Rettich, Gurken und viele andere. Die Zutaten werden in einer Salzlake eingelegt und mit Gewürzen wie Knoblauch, Ingwer, Chili und Fischsauce fermentiert. Es gibt viele verschiedene Arten von Kimchi, die je nach Region und Jahreszeit variieren können. Fermentierte Lebensmittel wie Kimchi oder Kombucha haben in den letzten Jahren einen regelrechten Hype erlebt. Der Food-Trend geht auf die jahrhundertealte Tradition zurück, Gemüse und andere Nahrungsmittel mithilfe „guter“ Mikroorganismen haltbar zu machen. Aufgrund des hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalts gelten fermentierte Produkte als besonders gesund. Man hofft, dass das fermentierte Lebensmittel, das Bakterien enthält, auch die Darmflora verbessert.
Koreanische Bowl – Bibimbap

Das Bibimbap ist der Vorgänger aller Superfood-Bowls. Daher stellt sich die Frage, ob die Koreaner nicht die eigentlichen Erfinder der Superfood-Bowl sind. Da bei uns der Bowl-Trend ungebrochen ist, ist es nicht verwunderlich, dass diese koreanische Bowl auch bei uns immer beliebter wird. Typische Zutaten dieses traditionellen Gerichts sind Reis, Gemüse, Rindfleisch, Ei, Pilze und Gochujang, eine koreanische Chilipaste. Bibimbap heißt auf Deutsch übersetzt „Reis mit Fleisch und verschiedenen Gemüsen“. Ganz besonders köstlich wird die Bowl, wenn eine spezielle Reismischung, die in Korea Japgokbap oder Mehrkornreis genannt wird, verwendet wird. Dazu werden verschiedene andere Getreidesorten, teils auch Hülsenfrüchte und meist schwarzer Reis, vermischt und zusammen gekocht. Der Clou: Die schwarzen Reiskörner färben die Mischung dunkelviolett ein, was für einen besonderen Look sorgt.
Koreanisches Sushi – Kimbap

Kimbap ist eine Art koreanische Sushi-Rolle. Sie besteht aus einer Schicht gekochtem Reis, die mit verschiedenen Zutaten wie Gemüse, Fleisch, Eiern oder Fisch belegt und dann eng aufgerollt wird. Die Rolle wird dann in kleine Stücke geschnitten und oft als schneller Snack oder als leichtes Mittagessen gegessen. Kimbap ist in der Regel mit Seetangblättern (kim) umwickelt und kann in verschiedenen Größen und Formen hergestellt werden. Im Gegensatz zu Sushi wird Kimbap oft mit Sesamöl und Salz gewürzt, um dem Reis einen würzigen Geschmack zu verleihen. Darüber hinaus sind die Kimbap-Rollen oft auch größer und dicker als die klassischen japanischen Sushi-Rollen. Ein weiterer Unterschied ist die Art der Füllungen, die in jedem Gericht verwendet werden. Das koreanische Sushi kann eine Vielzahl von Füllungen enthalten, oft auch rein vegetarisch, einschließlich gebratenem Fleisch, Rettich, Karotten und Gurken. Sushi hingegen verwendet normalerweise rohen Fisch oder Meeresfrüchte als Hauptzutat. Zudem wird Kimbap normalerweise ohne Sojasoße oder Wasabi gegessen.
Fried Chicken

Nicht zu vergessen sind die knusprigen Hühnerteile wie Chicken Wings, mariniert in würziger Gochujang-Sauce oder mit süß-scharfer Bulgogi-Glasur überzogen. Diese bringen den perfekten Mix aus Knusprigkeit und umami-reichem Geschmack mit sich und bieten somit eine interessante Alternative zu herkömmlichen Chicken Nuggets oder Wings.
Kimchi-Burger

Der Kimchi-Burger verbindet die Aromen Koreas mit einem westlichen Klassiker. Ein saftiger Burger-Patty wird mit würzig-scharfem Kimchi kombiniert, häufig ergänzt durch eine cremige Gochujang- oder Kimchi-Mayo. Die Mischung aus fermentierter Säure, angenehmer Schärfe, saftigem Fleisch und weichem Bun sorgt für einen spannenden Kontrast aus Texturen und intensiven Geschmacksnoten.
Koreanische Imbisse und Restaurants

Da das koreanische Streetfood das liefert, was bei uns gerade Trend ist, nämlich Bowls und Sushi, ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr koreanische Imbisse und Restaurants eröffnen, die Kimbap und Bibimbap anbieten, wie die Kimchi Guys, die ein Bibimbap im perfekten Gleichgewicht zubereiten, bei dem alle Geschmacksrichtungen angesprochen werden. Das Nini bietet auch die klassischen koreanischen Streetfood-Gerichte an. Dabei sind alle Gerichte vegan.





