Knoblauchbrot, Tomaten

TikTok setzt virale Food Trends im Jahr 2021

Convenience Food

Wie lauten die Ernährungstrends im Jahr 2021 und wie wird online über das Thema Ernährung gesprochen? Dies beantwortet das Digital Consumer Intelligence Unternehmen Brandwatch in seinem neusten Report mit dem Titel „Food Trends 2021‘‘ und zieht einen Vergleich zum vorherigen Pandemie-Jahr.

Ernährungstrends gehen viral

Baked feta Pasta
© Adpic

Ob „Baked Feta Pasta“, „Baked Oatmeal” oder „Quetschkartoffeln” – diese und weitere Food Trends gingen auf dem sozialen Netzwerk TikTok in diesem Jahr viral. Via TikTok haben sich diese Trends auch auf anderen sozialen Netzwerken verbreitet und den “Buzz” rund um neue und wiederentdeckte Rezepte angeheizt. Der „Baked Feta Pasta“-Trend hat z.B. in den USA dazu geführt, dass Feta in den Supermärkten knapp wurde.

Vegane Produkte sind auch in Deutschland mittlerweile so beliebt, dass deren Umsatz in den letzten zwei Jahren um 97% gestiegen ist. Der Buzz in Social Media und Foren stieg überdies an, zu Pflanzenmilch um 5%, zu Hafermilch sogar um 12%. Alpro ist die häufigste erwähnte Marke aus der Produktkategorie. Oatly und Rewe mit der Eigenmarke „Rewe Bio“ folgen auf dem zweiten und dritten Platz. Als beliebteste Fleischersatzvariante zählt bei deutschen Verbrauchern Tofu. Seitan und Tempeh liegen weit abgeschlagen auf dem zweiten und dritten Platz. Produkt-Newcomer sind Erbsenprotein sowie Grünkern.

Der Trend zu Lieferdiensten hält weiter an

Grafik Branwatch
© Brandwatch

Im Pandemiejahr 2020 konnten Lieferdienste bei den Verbrauchern punkten, und laut Brandwatch hält der Trend weiter an. So zeigt die Untersuchung, dass sich die Anzahl der Erwähnungen auch in 2021 auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2020 befinden. Der Aufwärtstrend konnte zwar nicht fortgeführt werden, das Gesprächsvolumen ist aber weiterhin hoch. Die meist erwähnte Marke ist Lieferando, mit großem Abstand folgen die Lieferdienste Wolt und Gorillas. Zu den wichtigsten Themen zählen Zuverlässigkeit der Anbieter (+18%) sowie eine schnelle Lieferung (+14%).

Nachhaltigkeit beim Lebensmitteleinkauf wieder wichtiger

Gemüsevielfalt
© Unsplash

In 2020 nahm das Gesprächsvolumen zu Nachhaltigkeitsthemen im Lebensmittelbereich ab, 2021 zeigt sich wieder eine steigende Tendenz. (+10%). Ein Grund sehen die Forscher darin, dass sich in diesem Jahr mehr Menschen zu Nachhaltigkeitsthemen äußern, die an veganer Ernährung, Bioprodukte und Umweltthemen interessiert sind. Kritik wird von Verbrauchern zu Plastikverpackungen geäußert, allerdings gehen in diesem Jahr die Konsumenten vor allem positiv an das Thema heran: Über die Hälfte der Erwähnungen, denen ein Sentiment zugeordnet werden konnte, sind positiv (56%), im Vergleich zu nur einem Drittel negativer Erwähnungen. (30%).

Der deutschsprachige Bericht enthält darüber hinaus viele weitere Erkenntnisse zu den aktuellen Ernährungsgewohnheiten in Deutschland, zum Verbraucherverhalten im Lebensmitteleinkauf und zu Marken. So stellen die Analysten fest, dass im Jahr 2021 vor allem Gespräche rund um proteinreiche Ernährung zugenommen haben. Unterschiede bei der Verteilung der Gespräche nach Kanälen sind z.B. bei den Themen Clean Eating und salzarme Ernährung zu beobachten. Clean Eating findet fast ausschließlich nur auf Instagram statt (98% der Gespräche), salzarme Ernährung findet vor allem auf News-Seiten statt (65%).

Methodik

Für diese Studie untersuchte Brandwatch Consumer Research über 3 Mio. öffentlich zugängliche Online-Erwähnungen in deutscher Sprache vom 1. Januar bis 31. Oktober 2021. Dafür wurde eine 50%-ige repräsentative Stichprobe gezogen. Untersucht wurden Erwähnungen rund um das Thema Ernährung, Hashtags, wie z. B. #food oder #foodstagram, und Online-Fotos, die Lebensmittel abbildeten, von Blogs, Foren, Instagram, News-Seiten und Twitter sowie Erwähnungen zu bekannten Einzelhändlern und Marken.

Diese Erwähnungen wurden dann mithilfe sogenannter Regeln (Queries in der Query) kategorisiert, um Insights zu verschiedenen Themen, wie z. B. Ernährungsweisen und Einkaufsverhalten, zu identifizieren. Aus der Analyse ausgeschlossen wurden Retweets, um eine Verzerrung der Ergebnisse zu vermeiden.

Zur Studie 

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