Nachhaltige To Go Verpackungen

Gastro Verpackung

Durch die Corona-Pandemie werden Snacks öfter bestellt als je zuvor. Dabei steigt auch der Verpackungsmüll. Um den Plastikmüll zu reduzieren wird es daher ab dem 1. Januar 2023 eine Mehrwegpflicht für To Go Speisen geben. Gastronomiebetriebe, die Gerichte zum Mitnehmen oder Liefern anbieten, müssen ab 2023 Mehrweg-Verpackungen zur Verfügung stellen und ihre Kunden darauf aufmerksam machen. Wir geben einen Überblick über nachhaltige To Go Verpackungen.

Verpackungen – darauf kommt es an

Ein Salat in einer Schale, Pommes in einer Papiertüte, ein Teller mit einem Burger, daneben Gabel und Löffel. Eine Tasse mit Kaffee, ein Kaffee to go Becher, eine Papiertüte und weitere Verpackungen aus Papier.

Nachhaltigkeit bei Verpackungen wird angesichts der wachsenden Müllberge auch für Konsumenten wichtiger. Laut einer Studie der Marketing Beratung Simon-Kucher & Partners gaben knapp drei Viertel der Befragten an, Wert auf eine nachhaltige Verpackung zu legen. Die Ergebnisse zeigen auch: 83 % sind bereit, dafür mehr zu zahlen, im Durchschnitt sogar einen Aufpreis von 6,5 %. Eine Verpackung ist für die Konsumenten vor allem dann nachhaltig, wenn sie biologisch abbaubar ist und aus recycelten oder recycelbaren Materialien besteht. Auf die Frage welche Verpackungsmaterialien am nachhaltigsten sind, werden vor allem Papier/Pappe (70 %) sowie Glas (62 %) genannt. Plastik wird kritisch  gesehen und belegt dagegen nur die hinteren Plätze.

Weniger ist mehr!

© Pixabay

94 % der Befragten einer PWC Studie sind über den Verpackungsmüll frustriert. Sie sind der Meinung, dass bei vielen Produkten weniger Verpackung ausreichen würde. Denn auch bei Verpackungen gilt häufig „weniger ist mehr“. Verschiedene Snacks, die am Ende beim Konsumenten auf einem Teller landen, müssen nicht in mehreren kleinen Verpackungen transportiert werden. Nachhaltige Menüschalen mit Trennwänden aus recycelbarem Bio-Plastik oder aus dem Naturprodukt Bagasse eignen sich, um verschiedene Komponente eines Gerichts zu transportieren. Ganz vermeiden kann man  Verpackungsmüll mit essbaren Schalen.

Bagasse, Papier oder Bioplastik?

Street food festival, catering service. Vegetable salads in kraft paper plates sold outdoors at local market place, shallow depth of field
©Fotolia, Prostock-studio_XS

Besonders nachhaltig sind To Go Verpackungen aus Papier oder Pappe, die aus dem nachwachsenden und CO₂-neutralen Rohstoff Holz, idealerweise FSC zertifiziert, hergestellt werden. Papier und Pappverpackungen werden häufig für trockene Produkte, wie Brote oder Sandwiches verwendet. Eine zusätzliche Schicht aus Wachspapier schützt die Pappverpackung vor dem weich werden und eignet sich daher gut für fettige Speisen. Durchsichtige Becher für Salate oder Getränke sowie Deckel können aus Bioplastik, auch PLA genannt, hergestellt werden. PLA wird aus Milchsäure von nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, Kartoffeln und Rüben gewonnen. Es ist zwar kompostierbar, allerdings nur in industriellen Kompostieranlagen. Ein alternatives Material für Einweggeschirr stellt Bagasse dar. Es ist ein Abfallprodukt, das bei der Produktion von Zucker aus Bagasse anfällt. Geschirr aus Zuckerrohr ist leicht und trotzdem sehr stabil. Gleichzeitig ist es wasserresistent, eignet sich für kalte und heiße Gerichte und kann in der Mikrowelle, im Backofen und in der Tiefkühlung verwendet werden. Bagasse ist kompostierbar und verrottet innerhalb von 8 Wochen auf dem heimischen Kompost. Wird Einweggeschirr aus Plastik verwendet, sollte sortenreines Plastik, wie PET, welches gut zu recyceln ist, verwendet werden. Verbundstoffe lassen sich nur schwer recyceln. Einen kleinen Beitrag zu nachhaltigen Verpackungen tragen auch To Go Verpackungen bei aus recyceltem Kunststoff bei. Dies wird dann mit rPP oder rPET gekennzeichnet.

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Mehrwegsysteme in der Gastronomie

Mehrweg Schale mit Nudeln und Gemüse
© VYTAL Global GmbH

Verschiedene Mehrweg-Systeme eignen sich dafür, dem wachsenden Bewusstsein in Sachen Müllvermeidung gerecht zu werden. Eigene Behälter von Zuhause mitzubringen ist für einige Kunden bereits ein bewährtes Verhalten. Beim schnellen Snack zwischendurch, der spontanen Mitnahme von kleinen Gerichten, ist jedoch der eigene Mehrwegbehälter nicht immer zur Hand. Deshalb kommt es auch darauf an, das umweltfreundliche Mehrweg-Geschirr und den Kaffeebecher To Go als Alternative für den Verbraucher parat zu haben. Verschiedene Pfand-Mehrwegsysteme von reCircle, Vytal, Rebowl oder Relevo haben schon den Weg in die Gastronomie gefunden.

Online Glossar für nachhaltige Verpackungen

Mehrwegverpackung
© LIFE e.V.

Die Liste an nachhaltigen Verpackungsmaterialien wird immer länger, doch vielen Gastronomen ist gar nicht bewusst, welche Alternativen zum Plastik es bereits gibt. Dafür soll die Online-Plattform “Material Lab” Abhilfe schaffen. Sie bietet eine kostenlose Übersicht über verschiedene, nachhaltige Verpackungsmaterialien und deren Status. So lässt sich auf der Website prüfen ob sich ein Produkt erst in der Entwicklungsphase befindet oder schon marktreif ist. ,,Material Lab‘‘ ist öffentlich zugänglich und hat bis dato über 250 verschiedene, nachhaltige Materialien in seinem Glossar.

Weitere Informationen zu nachhaltigen Verpackungen finden Sie hier:

Themenwelt Verpackungen

E-Book nachhaltige Verpackungen

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