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Was sind Biokunststoffe?

Gastro Verpackung

Laut Umweltbundesamt werden folgende Materialien als Biokunststoffe bezeichnet:

  • Materialien, die ganz oder teilweise aus Biomasse hergestellt werden. Eine Bioabbaubarkeit muss nicht gegeben sein.
  • Materialien, die nach den Vorgaben anerkannter Normen bioabbaubar sind.
  • Materialien, die beide Eigenschaften – biobasiert und bioabbaubar – besitzen.

Bioplastik (PLA) ist ein Kunststoff der aus Milchsäure hergestellt wird. Diese wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wie Mais, Kartoffeln oder Rüben. PLA kann transparent gemacht werden und hat eine hohe Festigkeit. Außerdem ist er wasserdampfdurchlässig. Daher besitzt es ein großes Einsatzgebiet bei To Go Verpackungen, z.B. Beschichtungen für Pappverpackungen von fettigen Speisen, Sichtfenster oder für hitzebeständige Deckel bei To Go Kaffeebechern. PLA ist kompostierbar und da seine Basis Naturstoffe sind, ist es beim Verbrennen und Zersetzen auf dem Kompost CO2 neutral. Leider aber bedarf es einer industriellen Kompostieranlage, um PLA zu zersetzen, da es erst unter Hitze langsam zerfällt.

Wie wird Biokunststoff recycelt?

Laut Umweltbundesamt kommt es darauf an: „Es gibt biobasierte Kunststoffe, welche dieselbe chemische Struktur aufweisen wie ihre fossilbasierten Pendants. Daher können sie genauso recycelt werden wie diese. Für biobasierte Kunststoffe, welche nicht dieselbe chemische Struktur aufweisen wie fossilbasierte Kunststoffe, ist es schwieriger. Zwar sind viele davon thermoplastisch verformbar, was eine wichtige Voraussetzung für das Recycling ist. Allerdings sind Sortieranlagen zum Beispiel für Leichtverpackungen aus dem gelben Sack nicht auf die Sortierung dieser Kunststoffe ausgelegt. Außergewöhnliche Kunststoffe landen daher meist in der energetischen Verwertung, werden also verbrannt.“*

Ist Bioplastik nachhaltiger?

klimafreundliche 2020 | snackconnection

© Adpic

Laut Umweltbundesamt ist Bioplastik eher nicht nachhaltiger: „Aus vergleichenden Ökobilanzen einfacher Gegenstände und Verpackungen wissen wir, dass sich die Umweltauswirkungen nicht wesentlich verbessern, wenn die Rohstoffe biobasiert sind statt fossilbasiert. Die Auswirkungen verschieben sich eher: Während konventionelle fossilbasierte Kunststoffe mehr klimawirksames CO2 freisetzen, äußert sich der ökologische Fußabdruck biobasierter Kunststoffe in einem höheren Versauerungs- und Eutrophierungspotential sowie einem gewissen Flächenbedarf. Grund ist die landwirtschaftliche Produktion der Rohstoffe. Es kann zu Konkurrenz um Flächen mit der Lebensmittelproduktion kommen oder Ausgleichs- und Waldflächen können weniger werden“.* Auch wenn die Ökobilanz biobasierter Kunststoffe laut Umweltbundesamt (UBA) nicht besser ist als die der erdölbasierten Kunststoffe, haben diese Materialien in Anbetracht der sinkenden Erdölreserven für die Industrie Relevanz.

Verpackungen aus Bioplastik

Obst To Go Becher Erdbeere Banane Kiwi

© Fotolia, mizina

Obst-/Salatbecher aus Bioplastik sind nicht von herkömmlichen durchsichtigem Plastik zu unterscheiden, haben aber den Vorteil, daß sie aus erneuerbaren Ressourcen hergestellt werden und wenn Sie richtig entsorgt werden sogar recycelt werden könnten.

Gerade bei Salat und Obst möchte der Konsument gerne sehen, daß er frisch und knackig ist. Daher bieten sich To Go Verpackungen aus Pappe entweder mit Sichtfenster oder durchsichtigem Deckel an. Standardmäßig sind dies meist aus Polypropylen (PP) oder PET, es gibt sie aber auch aus Bioplastik (PLA). oder aus recyceltem PP, die Bezeichnung lautet dann rPP.

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