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Plattform zur Unterstützung in Zeiten von Corona: Zukunftsinitiative Gastro

Anfang Juni ging die Website www.zukunftgastro.com online – eine Plattform zur Unterstützung der Gastro-Branche. Ratsuchende finden hier Hilfe und Informationen für viele ihrer aktuellen Probleme, die durch die Corona-Krise ausgelöst wurden. Auch snackconnection unterstützt das Projekt und sprach mit „Gastronaut“ Kurt Höller, einem der Initiatoren, zu den Hintergründen und Zielen.

snackconnection: Sie wollen mit Ihrer Initiative ein Zeichen für eine gebeutelte Branche setzten. Warum braucht die Branche diese Initiative?

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© presstaurant

Kurt Höller: “Nach dem wochenlangen Corona-Lockdown standen fast alle Gastronomen in Deutschland vor großen Herausforderungen. Wie das Business wieder hochfahren? Wie Geld verdienen, wenn die Infektionsschutzmaßnahmen nur eine Auslastung von maximal 50 Prozent erlauben? Wie das Team bei Laune und bei der Stange halten, das mit der schrittweisen Rückkehr in die (neue) Normalität dringend gebraucht wird? Weil diese Fragen nicht nur für die Gastronomen selbst, sondern auch für ihre Partner in der Zulieferindustrie überlebenswichtig sind, haben sich zahlreiche Akteure jetzt auf Initiative von Salomon FoodWorld und FVZ Convenience zusammengeschlossen und die gemeinsame Plattform Zukunftsinitiative Gastro zur Unterstützung der Gastro-Branche lanciert.”

Wie kamen Sie auf die Idee und was genau wollen Sie mit Ihrer Initiative erreichen?

Cafe To Go Angebote

© snackconnection

Kurt Höller: “Die Idee hatten Jochen Kramer, Marketing- und Geschäftsleitung bei Salomon FoodWorld, und Rainer Laabs, Geschäftsführer des Schwesterunternehmens FVZ Convenience, schon Ende März, also relativ am Anfang des coronabedingten Lockdowns. Sie haben sich gefragt, was sie tun können, um ihre Kunden und die Gastronomie insgesamt in dieser bedrohlichen Lage zu unterstützen. Der Plan: eine Plattform zu schaffen, auf der unkompliziert und übersichtlich Problemlösungen für Gastronomen in Not angeboten werden; und zwar von einem breitgefächerten Netzwerk aus Akteuren der gesamten Branche, darunter auch Praktiker mit guten Kontakten, um die Initiative schnell bekannt zu machen. Anfang Juni ging die Website www.zukunftgastro.com online – eine neutrale Plattform, auf der keine einfache Produkt- oder Unternehmenswerbung stattfindet”

Sie sind angetreten, um DIE Plattform für die Bündelung von Hilfeleistungen zu werden.  Was unterscheidet Ihre Initiative von anderen und wem genau soll damit geholfen werden?

Kontaktloses Bezahlen bei Take Away während Corona

© Adpic

Kurt Höller: “Hierbei ist es uns sehr wichtig, dass wir eine Plattform bieten, um den Gastronomen gebündeltes Wissen zur Verfügung zu stellen. Es gibt eine Cash Back Aktion, die wir aktuell mit den Partnern bis 31.12.2020 verlängert haben. Geholfen werden soll hierbei den vielen Gastronomen, die es grad nicht leicht haben und für diese sind wir da!”

Haben Sie ein konkretes Beispiel für uns, an dem deutlich wird, wie ein Gastronom von Ihren Unterstützungen profitiert hat?

Kurt Höller: “In Marl habe ich einen Imbiss als Gastronaut Kurt Höller aktuell Mut gemacht! Ferner habe ich Empfehlungen ausgesprochen wie wichtig es jetzt ist seinen Betrieb weiter zu entwickeln und dran zu bleiben, was zwar nicht leicht ist. Dieser Betrieb ist aktuell über die Webseite: www.grillhuette-marl.de zu erreichen.  Es geht auch um Außen Wahrnehmung, wo ich immer wieder merke, dass es da hapert. Sauberkeit vor dem Laden ist enorm wichtig. Licht wird total unterschätzt und ist von existenzieller Bedeutung.”

Corona hat vieles in der Branche verändert. Wie geht man jetzt gestärkt aus der Krise und wo liegen die größten Herausforderungen?

Kurt Höller: “Zur größten Herausforderungen zählt aktuell, dass die Gastronomen und Hotels Zuversicht ausstrahlen sollten, um den Gast die Sicherheit zu geben, dass er alles möglich macht, um einen sicheren Aufenthalt zu gewährleisten. Natürlich ist es entscheidend, dass die Qualität stimmt und stimmig ist.

Restaurant_Besitzer_Coronakrise | snackconnection

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Eine witzige Idee sind z.B. Sitzplatzdummies, wie von der Agentur LUG2 aus Düsseldorf, ins Restaurant zu stellen. Diese sind für Abstand super geeignet und man entlockst dem Gast ein lächeln. „Bitte nicht Jammern beim Gast“, ist auch einer meiner Thesen, denn die Gäste wollen wieder fröhliche Gesichter und mehr Spaß!

Denkt mal alle ans Theater! Wir in der Gastronomie sind doch alles Schauspieler. Es wäre schön dem Gast DIN A 6 Karten mit Zitaten von großartigen Persönlichkeiten oder auch mit eigene Sprüchen überreichen zu können, z.B. mit: „Auf Dauer hält keiner unsere Ausdauer aus“ oder „Schön dass du da bist!“

Es gibt so viele Möglichkeiten, ich appelliere an alle Gastronomen etwas mehr Kreativität an den Tag zu legen. Eine Idee für ein Abstandsschild könnte sein: „Mit 1,5 Meter Abstand bist Du der beste!“ oder: „Nicht auf die körperliche Nähe kommt es an, sondern auf die menschliche!“ Bitte halte 1,5 m Abstand.”

Welche Komponenten brauchen Gastro-Konzepte jetzt, um zukünftig erfolgreich zu sein?

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Kurt Höller: “Chefs, die wertschätzend gegenüber Ihren Mitarbeiter und Team sind und die den GAST bereichern und begeistern. Das Menschenerlebnis kommt übrigens immer vor dem Materialerlebnis. Individuelle Gastronomie hat nur Zukunft, wenn es mit System und Menschlichkeit gepaart ist. Sonst ist es zum Sterben verurteilt!”

Wo liegen Ihrer Ansicht nach die größten Chancen in der To Go Verpflegung?

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Kurt Höller: “Es gibt so viele tolle und wunderbare Lösungen wie z.B. www.gude.de. Hier kommen ausschließlich 100 % kompostierbare Verpackungen zum Einsatz und es gibt viele weitere Anbieter, die jetzt den Markt versorgen. Bitte verbannt Plastik, Styropor und Aluminium aus Eurer Küche!!”

Und zum Abschluss: Was ist Ihr persönlicher Lieblingssnack?

Kurt Höller: “Currywurst geht immer und was ich auch gerne mag sind Chicken Wings und eine Bismarckhering-Semmel.”

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Über Kurt Höller

© presstaurant

Kurt Höller ist Querdenker mit Leib und Seele. Sein Talent, auf Menschen zuzugehen, entdeckte er im Vertrieb. Als 2004 seine Heimatstadt Murnau einen Pächter für die marode Imbissbude am Staffelsee inmitten einer verwahrlosten Wiesenlandschaft und einem Freibad suchte, griff er zu. Mit großer Leidenschaft gestalteten er und sein Team in den folgenden 16 Jahren das Areal zu einem Ferienparadies mit Ibiza-Flair um und schufen mit dem Lido Beach & Burger einen gastronomischen Hot Spot. Seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Praxis gibt er heute als „Gastronaut“ und Speaker an andere Gastronomen weiter mit dem Ziel, Menschen zu stärken und damit positiv auf die Gesellschaft und Kultur in Unternehmen einzuwirken.

Um vom Wissen, den Lösungen, Aktionen und Expertenrat der Zukunftsinitiative zu profitieren, können sich Gastronomen kostenfrei auf der Webseite anmelden.

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