Internorga Gemüse

Weniger Plastik, mehr Naturprodukte

Verpackungen gehören zum Alltag – auch im Außer-Haus-Markt. Sie haben nützliche und notwendige Funktionen und sind gleichzeitig die Hauptquelle für Abfälle. Für die Vermeidung von Plastik in der Gastronomie gibt es keinen allgemeingültigen Masterplan. Vielmehr müssen individuelle Lösungen realisiert werden, die den verschiedenen Anforderungen der Branchencluster entsprechen. Unternehmen sind aufgefordert, ressourcenschonende Verwertungs- und Recyclingtechniken zu entwickeln, den Einsatz von Mehrwegprodukten zu verstärken sowie den Plastikkonsum zu minimieren. Auf der INTERNORGA präsentieren Anbieter nachhaltige Plastikalternativen, beispielsweise in Form von Naturmaterialien, mit denen sie die Branche bei ihren Bemühungen um Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung unterstützen.

Endgültige Absage der Internorga 2020

Die Hamburg Messe und Congress GmbH hat heute nach intensiven Beratungen mit dem Ausstellerbeirat entschieden, die INTERNORGA 2020, Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt, aufgrund der zunehmende Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 endgültig abzusagen.

Umweltfreundliche Alternativen auf der Internorga

Salat in nachhaltiger Verpackung und Besteck

© Hamburg Messe und Congress, Nicolas Maack

Dazu gehört zum Beispiel die Leef Blattwerk GmbH, die Geschirr aus ökologisch abbaubaren Palmblättern herstellt und 2019 ihre erfolgreiche Premiere in der Newcomers Area gefeiert hat. Vor Ort zu entdecken sind zudem die umweltfreundlichen Alternativen zu herkömmlichen Bar-Utensilien von Metalstraws und das junge Unternehmen Kaya&Kato, die für die Herstellung robuster Berufskleidung in der Gastronomie Plastikabfälle aus dem Meer als Rohstoff nutzen. „Viele Menschen wollen ihren Plastikkonsum reduzieren. Das bringt weitreichende Implikationen für den Außer-Haus-Markt mit sich und erfordert ein Umdenken in zahlreichen Bereichen. Auf der INTERNORGA entdecken Branchenvertreter zukunftsweisende Konzepte und Produkte sowie konkrete Lösungen und Kontakte, die sie in ihrem Bestreben für ein umweltfreundliches Wirtschaften unterstützen und voranbringen“, so Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin der Hamburg Messe und Congress GmbH.

Nachhaltig Ressourcen schonen

Auf dem Bild sieht man, wie ein Teller mit Essensresten in den Mülleimer geworfen wird. Über den Mülleimer ist ein schwarzer Müllsack zu sehen.

© Fotolia

Neben der Reduktion des Plastikkonsums ist auch der Kampf gegen Lebensmittelabfälle in aller Munde. Unternehmen sind aufgefordert, diese zu minimieren oder ganz zu vermeiden. Im Fokus der Debatte steht dabei unter anderem der Außer-Haus-Markt. Gäste reagieren sensibel, wenn es um Speisereste geht und erwarten vom zweitgrößten Absatzmarkt für Lebensmittel konkrete Maßnahmen, mit denen die Lebensmittelverschwendung verringert werden kann. Zu betrachten ist hierbei die gesamte Liefer- und Verarbeitungskette: Optimierungspotenzial ergibt sich unter anderem durch die Anpassung von Bestellmengen, die Weiterverarbeitung von übriggebliebenen Lebensmitteln oder die Implementierung einer professionellen Waste-Management-Anlage. Auf der INTERNORGA vertreten sein werden unter anderem Meiko Green Waste Solutions mit ihrem Speiserest-Recyclingsystem oder das Rieber-Organisationssystem Check Cloud zur Abfallvermeidung und -verwertung. Fragt man Experten, sind es häufig kleine Stellschrauben im Betrieb, die enormes Potenzial im Sinne der Ressourceneinsparung bieten: „Oft sind es wirklich nur kleinste Änderungen, wie die Anpassung von Geschirrgrößen, die enorme Resultate erzielen“, sagt Benedikt Zangerle von der Food-Waste-Initiative United Against Waste.

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